Aufsatz 
Die technischen Denkmäler in Österreich und ihre Verbundenheit mit Volk und Boden / von Karl Holey
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Karl Holey

Holzes Zusammenhängen. Schon im Wiener Wald gibt es viele derartiger Bauwerke, deren Wirkung sich in den Schluchten und Tälern der Wildwässer zu großer Schön­heit steigert, wie etwa bei der CiiORiNSKY-Klause bei Goisern. Das trotzige Mauer­werk der Sperrmauern, die hölzernen Aufbauten und die stürzenden Uberfallwässer geben ein Bild, das die natürliche Harmonie der Landschaft noch erhöht.

Mit der Bringung des Holzes im Alpenland, wo der Hochwald bis nahezu 60% der Bodenfläche bedeckt, stehen kühne technische Werke in Verbindung, die auf

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Abb.13. Papiermühle, Papierpresse, Groß-Pertholz, Waldvierfel, Niederösterreich.

ein hohes Alter zurückweisen, neben den vorerwähnten Triftbauten mit ihren Klausen, Rechen und Aufzügen, dieRiesen genannten Holzbahnen, die im Salz­kammergut und besonders im Schneeberg- und Raxgebiet in Niederösterreich keck und schneidig über felsige Hänge und durch enge Klüfte führen und die dem Wesen des Gebirglers und der Wildheit der Hochgebirgslandschaft so innig verwandt sind. Ein Meister in der Überwindung großer Schwierigkeiten war der im Jahre 1609 im Alter von 110 Jahren verstorbene Waldmeister Thomas Seeauer, der unter anderem die Hallstätter Seeklause und den kühnen Traunkanal erbaute. Den alten Wasser­bauten stellen sich viele der neueren Wasserwerke in den Alpenländern ebenbürtig an die Seite.