Der digital verfügbare Bestand zum Suezkanal umfasst schriftliche Quellen (mit Transkriptionen), vielfältige Bilddokumente, technische Zeichnungen, Karten sowie einige Sammlungsobjekte aus dem Technischen Museum Wien zum Forschungsschwerpunkt „Der Suezkanal als koloniale Infrastruktur“. Das Schriftgut stammt vorwiegend aus dem Nachlass von Alois Negrelli (1799–1858), Verkehrsingenieur aus der Habsburgermonarchie, der an der Planung des Suezkanals maßgeblich beteiligt war. Die Archivalien umfassen berufliche Korrespondenzen mit (nur männlichen) österreichischen und internationalen Akteuren – Ingenieuren, Unternehmern und Politikern –, technische Berichte, private Briefe an die Ehefrau sowie ein persönlich verfasstes Tagebuch Negrellis mit schriftlichen Aufzeichnungen und Skizzen aus Ägypten (1855). In Hinblick auf eine differenzierte und zugleich diskriminierungskritische Untersuchung der damals gängigen eurozentristischen Weltanschauung ist weiters ein reich illustriertes Reisetagebuch des Ingenieurs Carl Junker (1827–1882) aus der Ägyptenexpedition im Jahr 1847 besonders aufschlussreich.