Alfred Lechner
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Aus der Wiener Technischen Hochschule ist Kaplan hervorgegangen, aus jener Stätte, aus der einst Adam v. Burg, der emsige Verbesserer der Wasserräder, F. Redtenbacher, der Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaues und Bahnbrecher der Francisturbine, und J. v. Radinger, der Schöpfer der schnellaufenden Kolbendampfmaschine, hervorgegangen sind. Zu diesen reiht sich nun Kaplan, der Erfinder der schnellaufenden Wasserturbine.
Ein Denkmal soll ihm gesetzt werden, würdig seiner Tat! Nicht bloß in Erz oder Marmor, ein lebensvolles, ein technisches Denkmal soll es sein! Denn sein Streben ging darnach, durch seine Erfindung den Fortschritt der Menschheit zu fördern, und diese sollte Nutznießerin seiner Schöpfung werden.
Abb. 44. Shannon Kraftwerk in Irland.
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Ein mit Kaplanturbinen ausgestattetes Großkraftwerk, wie solche im Deutschen Reiche, in Schweden, in Rußland u. a. 0. bereits vorhanden sind, möge auch in seinem Heimatlande am Donau ström entstehen und seinen Namen tragen, auf daß in den kommenden Geschlechtern die Erinnerung an diesen bahnbrechenden österreichischen Forscher und Erfinder dauernd fortlebe!
Anhang . 1
I. Verzeichnis der wichtigsten Veröffentlichungen Kaplans.
1. Über die Verwendungsmöglichkeit von hochgespannten bzw. verflüssigten Gasen im Wärmemotorenbetriebe. Zeitschr. f. d. ges. Kohlensäureindustrie, 1905, Heft 10 u. 11.
2. Ein neues Verfahren zur Berechnung und Konstruktion der Francisturbinenschaufel. Zeitschr. f. d. ges. Turbinen wesen, 1905, S. 113.
1 Außer den hier angeführten Österreichischen und Deutschen Keichs-Patenten wurden auch in vielen anderen Kulturstaaten Patente auf die meisten hier angegebenen Erfindungsgegenstände erteilt. Die Gesamtzahl aller KAPLAX-Patente beträgt etwa 260.