Deutsche Technik im nationalsozialistischen Staate.
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erfahren: Sie ist unbeschadet ihrer sonstigen Weltgeltung unter gleichzeitiger Anspornung des Unternehmergeistes und des Geldumlaufes zur „Nationalsozialen deutschen Technik“ herangereift und diese Arbeit schaffende, Gebrauchsgüter mehrende, neue Werkstoffe erfindende, das Volkswohl fördernde nationalsoziale Technik nimmt eine hervorragende Sonderstellung in der Weltwirtschaft ein.
Eine neuartige und höchst bedeutsame Rolle spielt die deutsche Technik überdies im Geldwesen des nationalsozialistischen Staates. Die Währung des durch unerhörte Reparationsleistungen ausgebluteten und durch gegnerische Handelshemmungen bedrängten Reichs konnte sich nicht, wie etwa die Währungen der Siegerstaaten auf Goldreserven stützen, sondern Deutschland mußte seine großen Staatsausgaben mittels neugeschaffenen Geldes finanzieren. Strenge Devisen- und Steuervorschriften sowie richtiger Einsatz und rascher Umlauf der heimischen Zahlungsmittel haben das neue Reichsgeld fruchtbringend gemacht. Wirtschaftlich vernünftige Arbeit erzeugt wirtschaftliche Güter und erhält dadurch das Geld gesund. Das Dritte Reich benützt seinen Geldvorrat nach H. Schacht nicht etwa zum wahllosen Zustopfen von Löchern im Staatshaushalt, sondern es hat mit dem neugeschaffenen Geld neue Güter erarbeitet und so seine Papierzeichen in echtes Geld umgewandelt, dessen innerer Wert in der technischen Arbeit liegt. — Nicht, daß Deutschland mehr Geld ausgibt, sondern, daß es mehr lebenswichtige Güter schafft, unterscheidet die deutsche Volkswirtschaft von der Wirtschaft manches anderen Landes. Das Aufbauwerk der nationalsozialistischen Volkswirtschaft ist groß und kühn, es ruht aber sicher auf dem felsenfesten Grund der deutschen technischen Arbeit.
Auch die deutschösterreichische Technikerschaft ist nunmehr mit dem Zauberschlag vom 13. März 1938 und der darauffolgenden Bekenntniswahl vom 10. April ins deutsche Vaterland und dadurch in den riesenhaften Aufgabenkreis des großdeutschen Vier jahresplanes eingezogen. Die von hundertjähriger erfolgreicher Ingenieurarbeit kündende Technikgeschichte Österreichs bietet die Gewähr dafür, daß die aufgeschlossene Technikerschaft der Ostmark dem nationalsozialistischen Gedankengut des Führers, Adolf Hitler, ein reifes Verstehen entgegenbringt und ihm zum Dank dafür, daß er die deutsche Technik zum edelsten und wirksamsten Werkzeug seines Auf bau willens erkoren hat, freudig Gefolgschaft leisten wird. Österreich soll nun wieder seinen vorhandenen, aber brachliegenden Überschuß an Menschenkraft und Maschinenwerk in den gewaltigen Kreislauf der nationalen Arbeit nutzbringend eingliedern zum glückhaften Aufstieg des großen, des geeinigten Deutschen Reiches. — Das Österreichische Forschungsinstitut für Geschichte der Technik erfüllt hierbei nur seine satzungsgemäßen Aufgaben, wenn es, wie bisher 1 , so auch in Hinkunft, die Technikgeschichte des Landes Österreich nach den lebens- kundlichen Anschauungen des deutschen Nationalsozialismus betreut.
1 Die Stellungnahme der „Blätter für Geschichte der Technik“ zu jener Denkweise, die das Gemeinwohl dem Eigennutz des Einzelnen voranstellt, wird namentlich durch die folgenden Veröffentlichungen gekennzeichnet: „Die Kulturverbundenheit der Technik“ von II. von Srbik, 1 . Heft 1932, S. Iff. — „Vom Lebenssinn der Technik“ von L. Erhard, 3. Heft 1936, S. 1 ff. — „Tätigkeitsberichte des Forschungsinstitutes für Geschichte der Technik“, 3. Heft 1936, S. 84ff., 4. Heft 1938, S. 72 ff.
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