Aufsatz 
Franz Freiherr von Uchatius / von Erich Kurzel-Runtscheiner
Entstehung
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Erich Kurzel-Runtscheiner

zogen werden könnten. Die Notwendigkeit, in nächster Zukunft die Lafetten nicht mehr aus Holz, sondern aus Eisen herzustellen, wird festgestellt. Auch die Werk­st off Untersuchungen, namentlich aber dieZerreiß- und Zerbrechproben werden

als unerläßlich erkannt. Dies sei der Weg, der einzig die Verbesserung der Geschützrohrleistung sicherstellen könne. Endlich legt Uchatius auch dieNotwendigkeit für den Staat dar, ein eigenes Pulverwerk zu besitzen, sowie jene, das Pulver auf Salpetergehalt und auf seine force brisante zu prüfen, ehe es in Gebrauch kommt.

In diesen Feststellungen sind die Grundlagen der künftigen Lei­stungen von Uchatius verankert. Die erste von ihnen war die Errich­tung der Werkstätten zur Geschütz ­erzeugung im Wiener Arsenal. Die Lösung der damit gestellten Auf­gabe gelang unter Verwendung aller beim damaligen Stand der Technik verfügbaren Mittel in für die Zeit vorbildlicher Weise. Mit ihrer in der Mitte liegenden Geschütz­gießerei, mit ihrer Munitionsgießerei, mit ihren Bohrwerken, ihren Adjustierungs-, Maschinen- und Holzwerkstätten und ihren Laboratorien ist sie ganz aus jenem Geist geschaffen, den Uchatius verkörperte. Bemerkenswert ist insbesondere die

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Abb. 5.

Grundriß der Geschützgießerei im Wiener Arsenal.

Abb. 6. Ansicht der Geschützgießerei im Wiener Arsenal.

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Gußhalle, die in ihrer Gesamtanlage sofort als Fortbildung jener von Truvia zu erkennen ist, mit ihren sechs, die Abstichfronten gegen die Halle kehrenden halb­kreisförmig angeordneten Flammöfen, mit ihren in günstiger Lage angeordneten Dammgruben, mit ihren Kranen und Flaschenzügen. Die Flammöfen waren, um möglichst reine Legierungen zu erhalten, mit Holz zu feuern. Für dieses waren Lager und eine Trockenkammer vorgesehen. Das Bohrwerk und das später (1862) bei Einführung der gezogenen Geschütze entstandene Ziehwerk erhielten je eine