Aufsatz 
Franz Freiherr von Uchatius / von Erich Kurzel-Runtscheiner
Entstehung
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Erich Kurzel-Runtscheiner

neue Geschützmaterial aus heimischer Stahlbronze erzeugt werden könne und müsse. Rasch wurden Probegeschütze verfertigt und erprobt. Deren vorzügliche Erfolge zwangen endlich auch das Militärkomitee seinen bis dahin ablehnenden Stand­punkt aufzugeben, und am 21. Juni 1875 erteilte auch der Kaiser seine Genehmigung. Dem Militärkomitee wurde sein Nachgeben dadurch erleichtert, daß das Geschütz­material, daß die Bezeichnung M 75 erhielt, wenn schon mit Rohren aus Stahl­bronze ausgerüstet, was Gesamtaufbau anlangt, nach Komiteeplänen hergestellt wurde und den vom Komitee empfohlenen Flachkeilverschluß erhielt. Die Ge-

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Abb. 10. Darstellung des Gußverfahrens, der Vergütung durch Pressen und des Einschneidens

der Züge.

Aus der eigenhändigenBeschreibung des Verfahrens bei Erzeugung von Geschützrohren aus Stahlbronze.

schosse, die für diese Geschütze bestimmt waren, erhielten Kupferringführung. Unter ihnen verdanken die damals erstmalig erzeugten Ringgranaten ihr Entstehen einem von Uchatius entwickelten Erfindungsgedanken.

Noch während des Jahres 1875 bewilligten die Delegationen die Flüssigmachung von 17,797.000 fl. in zwei Jahresraten. So konnte dann die Umwandlung des ge­samten Feldgeschützmaterials der Österreichisch-ungarischen Armee in der von Uchatius geleiteten Arsenalwerkstätte binnen zwei Jahren durchgeführt werden.

Uchatius hat für die Erzeugung der Rohre, deren Werkstoff bald allgemein Uchatiusbronze bezeichnet wurde, eine mit eigener Hand niedergeschriebene und mit Skizzen versehene Anweisung ausgefertigt, die er im Kriegsministerium hinter­legte. Aus ihr ersieht man die endgültige Form der verwendeten Gußkokillen, wird über die Vorgänge beim Guß, beim Abdrehen und Bohren der Rohrrohlinge,