Mitteilungen und Berichte.
73
ausgaben des Instituts werden durch Zuwendungen öffentlicher und privater Stellen, ferner durch Zuwendungen des „Vereins zur Förderung des Technischen Museums für Industrie und Gewerbe in Wien und des angegliederten Österr. Forschungsinstituts für Geschichte der Technik in Wien“ sowie durch sonstige Einnahmen, wie Erlöse für Arbeiten, Veröffentlichungen des Instituts u. dgl., aufgebracht.
Im Berichtsjahr hat das Forschungsinstitut zur Ehrung Viktor Kaplans dem Deutschen Museum in München eine von Hofrat Prof. Dr. Holey entworfene Gedenktafel mit der folgenden Inschrift gewidmet: „Viktor Kaplan, 27. 11. 1876 bis 23. 8. 1934. Die Kaplan-Turbine erschloß der Welt mächtige Kraftquellen.“ Diese Gedenktafel wurde anläßlich der Jahresversammlung des Deutschen Museums am 7. Mai 1937 feierlich enthüllt. Hofrat Dr. Ing. Erhard hat bei dieser Gelegenheit eine Festrede gehalten, die im Jahresbericht des Deutschen Museums wiedergegeben ist. — Auch das Technische Museum in Wien erhielt ein von Prof. W. Dachauer hergestelltes Bildnis Viktor Kaplans. Eine im Zuge der KAPLAN-Ehrung vorgenommene Werbung für ein Kaplan- Studentenhilfswerk brachte S 1200,— ein. Diese Summe gelangte am 18. Dezember 1937 in feierlicher Weise zur Verteilung. Außer dem Rektor, Hofrat Prof. Dr. Holey, waren noch Hofrat Dr. Erhard, der in einer Ansprache die Bedeutung Viktor Kaplans und den Sinn der Stiftung darlegte, und Prof. Dr. Lechner anwesend. Zur Erinnerung erhielt jeder Stipendist die von Prof. Dr. Lechner verfaßte Kaplan -Biographie.
Die schon 1936 angeregte Ehrung des österreichischen Erfinders der Zeitlupe, August Musger, erforderte im Berichtsjahr eine umfangreiche Tätigkeit. Zunächst galt es, den wissenschaftlichen Nachlaß Musgers festzustellen. Dem Leiter des Forschungsinstituts ist es schließlich gelungen, diesen Nachlaß in Graz ausfindig zu machen und zu erwirken, daß diese Dokumente dem Archiv des Forschungsinstituts überwiesen wurden. Zur Auswertung dieses Nachlasses sowie zur sachgemäßen Vorbereitung der geplanten Ehrung wurden unter dem Vorsitz des seinerzeitigen Direktors der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, Hofrat Prof. Dr. J. M. Eder, ein fachlicher Beirat in Wien und Sonderausschüsse in Graz und in Eisenerz gebildet. Man beschloß, ein Lebensbild Musgers in den „Blättern für Geschichte der Technik“ zu veröffentlichen, sowie am Fürstbischöflichen Knabenseminar in Graz, der Wirkungsstätte Musgers, und an dessen Geburtshaus in Eisenerz je eine Gedenktafel anzubringen. — Die Verfassung der Musger- Biographie hat der Vorstand der Lehrkanzel für Kinematographie an der Technischen Hochschule in Wien, Hofrat Prof. Dr. von Schrott, übernommen. — Im Jahre 1937 haben 3 Sitzungen des fachlichen Beirates in Wien und je 2 Sitzungen in Graz und Eisenerz stattgefunden. — Die Werbeaktion für die Ehrung Musgers war von gutem Erfolg begleitet; auch die Firma Zeiß-Ikon in Dresden hat als Nachfolgerin der Firma Ernemann, welche seinerzeit die Zeitlupe ausgestaltet und in den Handel gebracht hat, diese Aktion in dankenswerter Weise unterstützt.
Einer Anregung des Forschungsinstituts folgend, hat der Verein deutscher Ingenieure in Berlin einer Ehrung von Geheimrat Prof. Dr. A. Riedler in der Weise zugestimmt, daß an der Technischen Hochschule in Graz eine Gedenktafel auf Kosten des Vereins deutscher Ingenieure mit folgender Inschrift angebracht werde: