Heft 
1938: Viertes Heft
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen

74

Mitteilungen und Berichte.

An der Technischen Hochschule in Graz begann Alois Riedler, o. Professor und Dr. Ing. E. h. seine Studien. Geb. 1850 zu Graz. Gest. 1936 am Semmering. Er för­derte den Schnellauf der Maschine, schuf an der Technischen Hochschule Berlin das erste Maschinenbaulaboratorium und erwirkte das Promotionsrecht der Tech­nischen Hochschulen. Gewidmet vom Verein deutscher Ingenieure. Auch wurde von Verwandten des Verewigten dem Forschungsinstitut der wissenschaftliche Nachlaß A. Riedlers überstellt. Eine weitere Bereicherung seines Archivs erfuhr das Forschungsinstitut durch die Widmung des wissenschaftlichen Nachlasses des bekannten österreichischen Konstrukteurs Dr. Ing. A. Collmann.

Umfassende Arbeiten waren für die Vorbereitung des 4. Heftes derBlätter für Geschichte der Technik nötig, das folgende Beiträge enthält: Deutsche Technik im nationalsozialistischen Staate. Österreichs Anteil an der Entwicklung des Lichtbildwesens. August Musger, der österreichische Erfinder der Zeitlupe. Franz Freiherr von Uchatius. Ferdinand Redtenbacher, der Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus. Mitteilungen und Berichte: Tätigkeits­bericht des Forschungsinstituts. Buchbesprechungen. Gedenktage öster­reichischer Technik (Verkehrswesen).

Auf Grund eines Gutachtens von Hof rat Prof. Dr. E. Dolezal über die technik­geschichtliche ArbeitDie Entwicklung des Markscheidewesens in Öster­reich von Dr. Ing. F. Kirnbauer, versuchte das Forschungsinstitut die Mittel zur Veröffentlichung dieser wertvollen Studie aufzubringen. Es ist gelungen, von der Arbeitsgemeinschaft der Hochschullehrer, von der Österr. Alpinen Montangesell­schaft und vom Industriellenbund Landesverband für Steiermark entsprechende Zuschüsse zu erhalten. Das reichbebilderte Werk soll im Jahre 1938 vom For­schungsinstitut herausgegeben werden.

Die vom Forschungsinstitut 1936 wieder aufgenommenen Arbeiten, betreffend die aus dem Jahre 1932 stammende Anregung zur Anlegung von Betriebs­archiven, wurden auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Mit den zur Durchführung in Betracht kommenden Behörden, Körperschaften und Persönlichkeiten wurden Verhandlungen gepflogen, die aber bisher nicht zum Abschluß gelangten.

Auf eine Anregung des Forschungsinstituts hin fand 1937 ein Radiovortrag überHundert Jahre Dampfschiffahrt auf der oberen Donau von Hofrat Ing. E. Neweklowsky in Linz statt. Die Karteien des Forschungsinstituts werden von Th. Stampfl stets fortgesetzt. Sie haben im abgelaufenen Jahr des öfteren zur Bearbeitung technikgeschichtlicher Beiträge gedient. Auch die Be­ratung von Hochschülern bei Prüfungsarbeiten konnte auf Grund der Karteien vorgenommen und insbesondere mit Literaturangaben unterstützt werden.

Das Archiv für Niederösterreich und die Bauverwaltung in Korneuburg haben dem Forschungsinstitut eine beträchtliche Anzahl von Büchern und Druckschriften technikgeschichtlichen Inhaltes überwiesen.

Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses:

Arch. Dr. K. Holey

o. ö. Prof, der Technischen Hochschule Wien.

Der Leiter des Forschungsinstitutes: Dr. Ing. L. Erhard

Direktor des Technischen Museums i. R.