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Mitteilungen und Berichte.
„An der Technischen Hochschule in Graz begann Alois Riedler, o. Professor und Dr. Ing. E. h. seine Studien. Geb. 1850 zu Graz. Gest. 1936 am Semmering. Er förderte den Schnellauf der Maschine, schuf an der Technischen Hochschule Berlin das erste Maschinenbaulaboratorium und erwirkte das Promotionsrecht der Technischen Hochschulen. Gewidmet vom Verein deutscher Ingenieure“. Auch wurde von Verwandten des Verewigten dem Forschungsinstitut der wissenschaftliche Nachlaß A. Riedlers überstellt. Eine weitere Bereicherung seines Archivs erfuhr das Forschungsinstitut durch die Widmung des wissenschaftlichen Nachlasses des bekannten österreichischen Konstrukteurs Dr. Ing. A. Collmann.
Umfassende Arbeiten waren für die Vorbereitung des 4. Heftes der „Blätter für Geschichte der Technik“ nötig, das folgende Beiträge enthält: Deutsche Technik im nationalsozialistischen Staate. — Österreichs Anteil an der Entwicklung des Lichtbildwesens. — August Musger, der österreichische Erfinder der Zeitlupe. — Franz Freiherr von Uchatius. — Ferdinand Redtenbacher, der Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus. — Mitteilungen und Berichte: Tätigkeitsbericht des Forschungsinstituts. — Buchbesprechungen. — Gedenktage österreichischer Technik (Verkehrswesen).
Auf Grund eines Gutachtens von Hof rat Prof. Dr. E. Dolezal über die technikgeschichtliche Arbeit „Die Entwicklung des Markscheidewesens in Österreich“ von Dr. Ing. F. Kirnbauer, versuchte das Forschungsinstitut die Mittel zur Veröffentlichung dieser wertvollen Studie aufzubringen. Es ist gelungen, von der Arbeitsgemeinschaft der Hochschullehrer, von der Österr. Alpinen Montangesellschaft und vom Industriellenbund — Landesverband für Steiermark entsprechende Zuschüsse zu erhalten. Das reichbebilderte Werk soll im Jahre 1938 vom Forschungsinstitut herausgegeben werden.
Die vom Forschungsinstitut 1936 wieder aufgenommenen Arbeiten, betreffend die aus dem Jahre 1932 stammende Anregung zur Anlegung von Betriebsarchiven, wurden auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Mit den zur Durchführung in Betracht kommenden Behörden, Körperschaften und Persönlichkeiten wurden Verhandlungen gepflogen, die aber bisher nicht zum Abschluß gelangten.
Auf eine Anregung des Forschungsinstituts hin fand 1937 ein Radiovortrag über „Hundert Jahre Dampfschiffahrt auf der oberen Donau“ von Hofrat Ing. E. Neweklowsky in Linz statt. — Die Karteien des Forschungsinstituts werden von Th. Stampfl stets fortgesetzt. Sie haben im abgelaufenen Jahr des öfteren zur Bearbeitung technikgeschichtlicher Beiträge gedient. — Auch die Beratung von Hochschülern bei Prüfungsarbeiten konnte auf Grund der Karteien vorgenommen und insbesondere mit Literaturangaben unterstützt werden.
Das Archiv für Niederösterreich und die Bauverwaltung in Korneuburg haben dem Forschungsinstitut eine beträchtliche Anzahl von Büchern und Druckschriften technikgeschichtlichen Inhaltes überwiesen.
Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses:
Arch. Dr. K. Holey
o. ö. Prof, der Technischen Hochschule Wien.
Der Leiter des Forschungsinstitutes: Dr. Ing. L. Erhard
Direktor des Technischen Museums i. R.