Mitteilungen und Berichte.
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Buchbesprechungen.
Die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft 1881—1931. Im Selbstverlag der Gesellschaft. — Im Buchhandel: Verlag Julius Springer, Wien und Berlin, und Verlag Stahleisen m. b. H., Düsseldorf. Preis RM 21.—.
Österreich brachte seine „Eherne Mark“ als eine der wertvollsten Gaben in das Großdeutsche Reich ein und die deutschen Fach- und Wirtschaftskreise nehmen nunmehr regen Anteil an dem Eisenvorkommen Österreichs sowie an den in Steiermark und Kärnten bereits vorhandenen Berg- und Hüttenwerken. — Anläßlich ihres 50jährigen Bestandes gab nun die Österreichische Alpine Montangesellschaft eine stattliche Festschrift heraus, die nicht nur ein Ehrenmal ihrer eigenen Tätigkeit, sondern darüber hinaus eine aufschlußreiche Geschichte des gesamten Berg- und Hüttenwesens der österreichischen Alpenländer darstellt. Der erste Teil des mit vorzüglichen Bildern und Karten ausgestatteten Bandes behandelt die Entwicklung der Gesellschaft in fünf Abschnitten: Die finanzielle und kaufmännische Entwicklung; die Elektrotechnik in den Betrieben der Gesellschaft; die sozialpolitische Entwicklung und die fachliche Ausbildung der Arbeiter. — Der zweite Teil gibt die genaue Geschichte der einzelnen Kohlenbergbaue, Erzbergbaue und Hüttenwerke der Montangesellschaft. Den Schwerpunkt des vielverzweigten Erzvorkommens in Steiermark und Kärnten, das schon den Römern das norische Eisen lieferte, bildet der steirische Erzberg. Stand der Berg in „Würde“, so bedeutete dies den Wohlstand des Landes; verfiel er aber in „Unwürde“, so ergab sich daraus Landesarmut. Vom Erzberg her entwickelten sich seit dem 12. Jahrhundert zahlreiche Betriebe, welche schließlich 1881 zum Grundstock der Österreichisch-Alpinen Montangesellschaft zusammengeschlossen wurden. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte es der großdeutsch denkende Reichsverweser Erzherzog Johann unternommen, eine auf Sondervorteile verzichtende Interessengemeinschaft der Gewerken zu gründen und die Betriebe am Erzberg auf fachwdssenschaftliche Grundlage zu stellen. Die folgenden Jahrzehnte brachten Aufschwung und Rückschläge, aber deutlich geht aus der Festschrift hervor, daß die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft sich in den fünf Jahrzehnten ihres Bestandes als ein wohlgefügtes Unternehmen mit großzügigen technischen Grundsätzen bewährt hat. So erstehen in Eisenerz mächtige Hochofenanlagen und in Donawitz das bis zum Beginn des Weltkrieges größte einheitliche Stahlwerk auf dem Kontinent. Durch die Eingliederung der Ostmark in das Deutsche Reich wird nun auch der Bergsegen Steiermarks und Kärntens in vollem Maße dem Gesamtwohl des deutschen Volkes zugeführt werden. — Dem Forscher, der sich mit der Geschichte des Eisens beschäftigt, sowie dem Fachmann, der sich einen Überblick über die Größe, die Anordnung und Betriebsweise der Werke der Alpinen Montangesellschaft verschaffen will, bietet die vorliegende Festschrift einen aufschlußreichen Führer durch die österreichische Eisenindustrie.
Steirisches Eisen. Beiträge zur Geschichte des österreichischen Eisenwesens. Der Bund der österreichischen Industriellen, Landesverband für Steiermark, gibt eine Reihe von Veröffentlichungen über das steirische Eisenwesen heraus. Bisher sind von dieser Gesamtreihe folgende zw r ei Bände erschienen: