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stellen. In den Werkstätten der Uhrmacher entstanden im Lauf des 18. Jahrhunderts auch die Erstlinge der seither hoch entwickelten und zu hohen Ehren gekommenen Familie der Werkzeugmaschinen, nachdem der Uhrmacherdrehstuhl schon längst zu einem der unentbehrlichsten Geräte dieser Zunft geworden war.
Auch der Vater der Brüder Knaus muß Uhrmacher und Mechaniker gewesen sein. Dies beweist die bei beiden schon in jungen Jahren zu hoher Vollendung gelangte berufliche Kunstfertigkeit und der Umstand, daß die Brüder Ludwig Knaus
und Friedrich von Knaus , 1 deren „jüngster Bruder“, sowie auch ein als Lehrjunge des älteren Ludwig einmal erwähnter jüngerer Ludwig Knaus — dessen verwandtschaftliches Verhältnis zu den drei anderen nicht festgestellt werden konnte — schon von Kindheit an im Uhrmachergewerbe tätig waren.
Trotz eingehendster Nachforschung, zu der die Reichsstelle für Sippenforschung in Berlin, das Deutsche Auslandinstitut und der Verein für die Württembergische Familienkunde in Stuttgart, denen an dieser Stelle für ihre bereitwillige Hilfe der Dank abgestattet wird, durch Nachsuche im eigenen Bereich und durch Rundfragen beigetragen haben, ist es nicht gelungen, den Vater und die Vaterstadt der Brüder Knaus festzustellen. Zwar findet sich in Constant von Wurzbachs vielbändigem Werk „Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich“ (Wien 1877/92) eine Lebensgeschichte des Friedrich von Knaus, in der als Geburtsort Stuttgart, als Geburtstag der 7. April 1724 angegeben wird. Das Tagesdatum der Geburt ist sicher richtig. Denn es findet sich auf einem Bildniskupferstich Friedrich von Knaus’, der einer auf dessen Veranlassung heraus- gegebenen anonymen Schrift des Augustiner- Barfüßers Pater Marianus „Selbstschreibende Wundermaschine und mehr andere Kunst- und Meisterstücke...“ als Titelbild beigegeben ist. Der Geburtsort dagegen wird auf diesem Kupferstich nicht genannt. Wurzbachs Angabe, daß Friedrich von Knaus in Stuttgart geboren sei, beruht aber jedenfalls auf einem Irrtum. Mehr Anspruch auf Richtigkeit scheint der allerdings sehr ungenauen Angabe bei Ignaz de Luca zuzukommen, der in seinem 1778 erschienenen lexikonartigen Werk „Das gelehrte Österreich. Ein Versuch“ mitteilt, daß Friedrich von Knaus „zu Wüttem- berg“ geboren sei.
Das Deutsche Auslandinstitut hat, zur Frage Stellung nehmend, wie diese Mit-
Abb. 1. Friedrich von Knaus 1 724—1 789.
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1 Wieso Friedrich einen adeligen Namen führt, konnte nicht festgestellt werden.