Josef Werndl, der Wann und sein Werk.
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zu dem allgemeinen Übergang auf die Hinterladung gab, macht eine kurze Beschreibung desselben nötig:
Der Lauf hatte ursprünglich ein Kaliber von 15,43 mm und vier Züge. An das hintere Ende des Laufes ist das Verschlußgehäuse angeschraubt. Der Verschluß selbst wird von drei übereinanderliegenden Hohlzylindern, und zwar der Kammer (die den eigentlichen Verschlußkolben bildet), der Hülse und dem Schlößchen gebildet. Durch Drehen des Kammerknopfes von rechts nach links wird eine Sperre freigegeben, so daß der Verschluß zurückgezogen werden kann, wodurch das hintere Laufende geöffnet wird.
Nach Einlegen der Patrone und nach Einführen derselben in ihr Lager ist die Kammer nach vorne zu bewegen und der Verschluß durch Drehen des Kammerknopfes von links nach rechts zu schließen. Durch Verschieben des Schlößchens wird die Schlagfeder zusammengedrückt, die nach Abziehen des Züngels den Nadelbolzen mit der Zündnadel nach vorne schleudert, so daß diese die Zündpille durchsticht und dadurch die Zündung herbeiführt.
Es wurde nach dem Feldzug 1866 vorerst versucht, den von den Heeresverwaltungen aller Staaten schließlich als unumgänglich befundenen Übergang der Vorderladung zur Hinterladung durch Umwandlung der vorhandenen Vorderladegewehre in Hinterladegewehre zu bewerkstelligen. Dies geschah durch Einbau von entweder in der Laufrichtung oder rechtwinklig zu ihr, am rückwärtigen Laufende beweglich angeordneten Klappen- oder Blockverschlüssen unter Beibehaltung der vorhandenen Perkussionszündung.
Der österreichische Lorenz- Vorderlader erfuhr noch vor Ende 1866 seine erste Umgestaltung in das Hinterladegewehr, System Wänzl. Der dabei verwendete Verschluß ist ein nach aufwärts um zwei Scharnierbänder drehbarer Klappenverschluß, der durch Anordnung eines herzförmigen Ansatzes an einem der beiden Scharnierbänder und einer Feder im Verschlußgehäuse in der geöffneten oder in der geschlossenen Lage festgehalten wird. Der Zündstift greift durch das Verschlußstück. Als Abfeuervorrichtung dient ein gewöhnliches Hahnschloß. Die Nuß des Schlosses steht mit einem Sperrstift in Verbindung, welcher beim Abfeuern mit der Vorwärtsbewegung des Hammers in eine an der Rückseite des Verschlußstücks angeordnete Bohrung eingreift und dadurch die Verriegelung des Verschlusses herbei-
Abb. 7. Remingtongewehr.
Abb. 6. Preußisches Zündnadelgewehr.