Aufsatz 
Josef Werndl, der Mann und sein Werk / von Viktor Schützenhofer
Entstehung
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Josef Werndl, der Mann und sein Werk.

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liehen Umstellungsmaßnahmen getroffen wurden, gibt Zeugnis für den in diesem Unternehmen herrschenden Geist: der Bau von Automobilen wurde sofort aufge­nommen und 1920 die neue Gießerei in Vollbetrieb gesetzt. Später wurde auch die Herstellung der großen Preßteile für Automobile in Selbsterzeugung genommen und eine Kugellagerabteilung eingerichtet.

Tabelle 1. Österreichische Waffenfabriks-A.-G. Steyr.

Waffenlieferungen von 1867 bis 1922.

Staaten

Gewehre

Pistolen

Maschinen­

gewehre

Summe

1. Österreich.

6 022094

281961

41 541

6 345 596

2. Deutschland.

891400

16000

1

907 401

3. Frankreich.

25000

3

25003

4. Holland.

165450

641 *

166091

5. Balkan.

1208193

39 000

2473

1 249 666

6. Norwegen.

33500

33 500

7. Persien .

34012

34012

8. China.

60000

31

60031

9. Südamerika .

189520

11110

12

200642

10. Diverse Staaten . . . .

436390

170405

5037

611832

Summe ....

9 065 559

; 518476

49 739

9 633774

So gelang es allerdings in einer auch von der ganzen übrigen Welt geteilten Überschätzung der Dauer des durch den Krieg verursachten Warenhungers, die beträchtliche Anzahl von 7000 Arbeitern bis 1929 zu beschäftigen. Die dann jäh herein bre chende W eit Wirtschaft skr ise mußte das klein gewordene Österreich und in erster Linie seine Großbetriebe, somit auch die mittlerweile in die Steyrwerke umgewandelte Waffen­fabrik aufs empfindlichste treffen, da der Inlandsmarkt, weder dem Umfang noch der Kaufkraft nach, für sie aus­reichen konnte und die Auslands­märkte durch die immer schärferen wirtschaftlichen Absperrmaßnahmen ihnen mehr und mehr verschlossen wurden. Dies waren die Gründe, die dazu führten, daß die Arbeiterzahl 1931 auf 1000 herabsank. Die aus der Verkaufs­interessengemeinschaft mit den Austro-Daimler-Puch Werken schließlich hervor­gegangene Vereinigung zur Steyr-Daimler-Puch A. G. führte zur Festigung der Ver­hältnisse. Langsam stieg die Gefolgschaft wieder auf rund 10.000 Köpfe. Sie erreichte damit eine Zahl, die sonst nur in Zeiten höchster Wirtschaftsanspannung verzeichnet werden konnte. Seit der Heimkehr des Landes Österreich ins Deutsche Reich sichert der Geist der neuen Zeit dem Unternehmen eine glückliche Zukunft und den Wieder­aufstieg zu neuer Größe.

Tabelle 2. Arbeiterzahl des Werndlsclien Unternehmens b z w. der Österreichischen Waffenfabriks- Gesellsehaft.

Jahreszahl

Arbeiterzahl

Wöchentliche

Erzeugung

1855

450

Nur Gewehrteile

1867

4000

5 000 Gewehre

1869

5 500

8000

1885

9000

8000

1889

9 700

13000

im Krieg

15000

18000