Carl Schraml: Versuch zur Einführung der Gasbeleuchtung bei den Salzwerken. 93
Gasreiniger und Gasometer.
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und sodann die darüberliegende Teerretorte d, bevor sie in die Esse abzogen. Die Retorten waren ungefähr ein Meter lang und standen am rückwärtigen Ende durch einen kurzen Stutzen e miteinander in Verbindung.
/ stellt durch die punktierte Linie den Wärmekanal vor, durch welchen die Hitze über die Oberfläche der Teerretorte weg und bei g in den Schornstein geführt wurde. Der Abzug der Heizgase konnte durch einen am Fuße der Esse angebrachten Schuber h reguliert werden.
Das erzeugte Rohgas gelangte von der Teerretorte bei l durch Kupferröhren in den ersten Teerbehälter n und von diesem durch einen Abkühlungsrohrsatz o in den zweiten Teerbehälter p.
Der an seinem Boden angesetzte Hahn q erlaubte das Ablassen des ausgeschiedenen Teers. Für die zeitweilige Entleerung des gleichfalls kondensierten Holzessigs war durch ein verschließbares Abfallrohr r gesorgt. Das seiner flüssigen Bestandteile entledigte Gas passierte nun einen mit Kalkmilch gefüllten Bottich, um die im Gas enthaltene Kohlensäure zu
binden. Um ihre Absorp- j , , , * _j_■-
tion zu beschleunigen und 1 ^
zu verstärken, besaß der Abb. 1. Zeichnung der Eggerschen Anlage nach seiner Bottich eine Rührvorricll- Originalskizze im Öberösterreichischen Landesarchiv.
tung u. Die unbrauchbar
gewordene Kalkmilch wurde durch den Hahn v am Boden der Tonne abgelassen. Ein an ihrem Deckel eingesetzter Hahnstutzen t gestattete die periodische Untersuchung der Leuchtkraft des sich entbindenden Gases. Die darin noch
Retortenofen und Teerbehälter.