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Carl Schraml
enthaltene Feuchtigkeit setzte sich vor dem Eintritt in den Gasometer in der Überleitung w ab, an deren tiefster Stelle ein Kondenstopf z eingeschaltet war. Der Gasometer A war mit einer Sicherheitsröhre & und einer Sicherheitslutte y zum Ablassen des überflüssigen Gases versehen. Ein weiteres Rohr fi , dessen Öffnung durch eine Schraube und geöltes Leder luftdicht abgeschlossen werden konnte, diente zur Abführung der atmosphärischen Luft, wenn die Gasometerhaube niedergelassen wurde. An der tiefsten Stelle der zu den Beleuchtungskörpern führenden Gasleitung befand sich ein Hahn zur Entleerung der etwa noch zurückgebliebenen Flüssigkeit.
Die Anlage kostete an Löhnen 402 fl., an Konti und Material 1368 fl., zusammen 1770 fl. Da aber von der Einrichtung Gegenstände im Werte von 1215 fl. als anderweitig verwertbarer Instand in der Verrechnung auf schien, betrug der reelle Aufwand bloß 554 fl. Der Probebetrieb lieferte folgendes Ergebnis: In 7 Stunden oder für eine Nacht wurden 231 Kubikfuß Gas erzeugt und in drei Chargen V 20 Wiener Klafter drei Fuß lange, harte Brennscheiter in die Retorte eingeschoben. Der Ofen verbrauchte in dieser Zeit 1 / 16 Wiener Klafter weiches Holz. Als Verkokungsrückstand blieben 21 Pfund sehr schöne Holzkohle. An Destillaten wurden 15 Maß Holzessig und 2 Pfund Teer gewonnen.
Das umfangreiche Elaborat, das Egger über die Versuchsanlage, den Probebetrieb und die dabei gemachten Erfahrungen dem Oberamte vorlegte, verhehlt zwar den unbefriedigenden Erfolg nicht, zeigt aber die Mängel im Aufbau der Einrichtungen als die Ursache des Mißlingens auf und enthält wertvolle Vorschläge zur Behebung der Fehler und zur Verbesserung der Leistung. Seiner Ansicht nach nahmen den größten Einfluß auf die Gasbeleuchtung die beiden Retorten, die mit zwei Nähten und aus Tartschenblech nach Art der Ofenröhren zusammengenietet und unter sich mit einer kurzen Röhre verbunden waren. Sie wurden in den Fugen mit Eisenkitt verstrichen und darüber noch mit weißem Ofenlehm dünn überzogen. Ungeachtet dessen war es nicht möglich, einen luftdichten Abschluß herzustellen. Von außen waren die undichten Örter nicht zu erkennen, die Abdichtung der Retorten von innen aber ließ der beschränkte Raum nicht zu. Dieses Gebrechen verschuldete wegen des Luftzutritts eine verminderte Gasausbeute und die Herabsetzung der Leuchtkraft des gewonnenen Gases. Ebenso nachteilig erwies sich die enge Verbindung der Holz- mit der Teerretorte. Erstere arbeitete am besten bei Rotglut, wobei aber die Teerretorte nur braunwarm wurde und diese Temperatur
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Abb. 2. Ausschnitt aus der Originalzeichnung von Andreas Egger im Oberösterreichischen Landesarchiv.