Der Holzaufzug und die Wasserriesen im Außerweißenbach.
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weißenbach zu führen. Das Triftwasser hierzu wurde dem Gimbach entnommen und in seinem Oberlauf ein 7 Klafter langer Wasserfang eingebaut. Seine Lage war durch die Höhe des Aufzugkopfs bestimmt, die Zuleitung 800 Klafter lang. Das aufgezogene Holz wurde, wie schon erwähnt, gleich in das Wasser des Gimbach- kanals geworfen, so daß weder ein Platz noch eine Aufzainung vonnöten war. Es trieb nun vom Aufzug weg in dem 2444 Klafter langen Gerinne, das unterwegs noch kleinere Zuflüsse von Schmelz- und Regenwässern aufnahm, im mäßigem Lauf abwärts bis zur Pölitzklause, von wo aus die Trift im Mitterweißenbach ihren Anfang nahm. Die richtige Trasse konnte aus der Beschreibung nicht entnommen werden, in der zuliegenden Situationsskizze ist sie nur annähernd eingezeichnet. Zur Triftung im Mitterweißenbach genügte sein Gewässer in der Regel nicht, erst nach dem Schlagen der Pölitzklause wurde das Holz mit Gewalt in den Mitterweißenbach hinausgeschwemmt.
Zur Gesamtanlage gehörte noch die in der Nähe der Gimbachklause gestandene Brettersäge, in der alles zur Instandhaltung des Aufzugs und der Gerinne erforderliche Schnittholz erzeugt wurde.
Die Verwendung von Trauntaler Kohle zur Pfannenheizung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte den Brennholz bezug aus dem Attergau für die Sudhäuser in Ebensee entbehrlich. Der Holzaufzug, der fast P/ 2 Jahrhunderte gute Dienste geleistet hatte, war nun überflüssig geworden, wurde mit den zugehörigen Bauten abgetragen, die Klausen und Schwemmkanäle ihrem Verfall überlassen. 1
1 Eine Beschreibung des Holzaufzugs, aber ohne Zeichnung, enthält der vom Forstrat Karl Steiner verfaßte „Reisegefährte durch die österreichische Schweiz oder das ob der enns’sche Salzkammergut“, Linz 1832. Kurz erwähnt wird er auch in „Führer von und nach Ischl, ein Handbuch für Badegäste und Reisende“ von Dr. F. C. Weidmann, 1847.