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Viktor Schützenhofer
Jahres wurde er bei dem eben begonnenen Umbau der schon 1782 unter Kaiser Josef erbauten, aber weder in ihrer Linienführung, noch in ihrer Bauweise entsprechenden Arlbergstraße eingesetzt, um nach der durch den Eintritt der kalten Jahreszeit notwendigen Einstellung dieses Baues, zu Projektsarbeiten für Straßenneubauten verwendet zu werden. 1823 ist er mit Vermessungsarbeiten und Straßenbauten im Ampezzaner-, Valsuganer- und Pustertal beschäftigt und setzt die Arbeiten im Straßemumbau auf dem Arlberg fort. Das Jahr 1824 ist gleichfalls den Bauarbeiten am Arlberg und Vermessungen auf der Malser Heide, im Vintschgau, am Wormser Joch und der oberen Etsch gewidmet. Tirol braucht neue Brücken! So wird Negrelli zum Studium der von Ingenieur Friedrich Schnircii geschaffenen Entwürfe eiserner Kettenbrücken nach Wien entsandt, wo der Konstrukteur ihm die den Donaustrom dort überquerende und dann im mährischen Orte Straßnitz die von ihm gebaute Brücke zeigt und erklärt. Bei dieser Gelegenheit lernt Negrelli den Erbauer der damals noch in Projekt stehenden ersten Eisenbahn am Kontinent, der Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis, Franz Anton von Gerstner, kennen, der als Professor am Polytechnischen Institut in Wien wirkt. Die Unterhaltung mit Gerstner fällt auf fruchtbaren Boden. Negrelli ist für den Eisenbahnbau interessiert. Das Jahr 1925 vergeht mit. vorbereitenden Vermessungsarbeiten für die beabsichtigte Rheinregulierung, die er gemeinsam mit seinem Vorgesetzten und Lehrmeister der vergangenen Jahre, dem Baumeister der neuen Arlibergstraße und hervorragenden Fachmann auf dem Gebiete des Wasserbaues, Josef Duile, vorzunehmen .hat. Negrelli fühlt sich nun an Erfahrungen reich genug, um einen selbständigen Posten zu bekleiden und bewirbt sich um die damals frei gewordene Kreisingenieuradjunktenstelle in Vorarlberg, die er mit Entscheidung vom 24. Juni 1826 auch erhält und damit in einen Jahresgehalt von 350 Gulden — bisnun bezog er 250 — aufsteigt, zu dem allerdings bei der vielfachen Verwendung im Außendienst, die im Verhältnis zum Gehalt nicht geringen Diätenbezüge zuzurechnen sind. Die nun folgenden sechs Jahre sind ausgefüllt mit Wasserbauarbeiten, die vornehmlich die Rheinregulierung und Uferschutzbauten zur Bintanhaltung der schweren Wasserschäden betreffen, die der unregulierte Rhein in Vorarlberg immer und immer wieder verursacht. Die wenig sachgemäßen Schutzbauten, die die Gemeinden selbst ausgeführt hatten, waren nicht imstande, den stets wüederkehrenden Elementarkatastrophen standzuhalten. Zusätzlich führt er Hafenbauten am Bodensee und
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Bild 3. Alois Negrelli. Jugendbildnis.