Aufsatz 
Präzisions-Zeitmessung in der Vor-Huygensschen Periode / Hans von Bertele
Entstehung
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Hans v. Bertele.

somit das Uhrwerk eifersüchtig abschirmen. Außer dem Vorhandensein von zwei Wag-Rädern kann hinter den prächtig durchbrochenen Kloben von außen nichts festgestellt werden, als das, daß die Bergkristalluhr kein Pendel im heutigen Sinne besitzt.

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Bild 6. Linke Seite des Werkes von Bild 5. Es ist zu beachten, daß dies die richtige Lage ist. Der obere Flansch liegt am Rande des geschälten Bergkristall-Prismas auf. Das Bild sieht etwas eigentümlich aus, wohl daher, weil der Photograph das Werk zur bequemeren Bildaufnahme auf den Kopf gestellt hat.

So war es tatsächlich unmöglich, die Frage zu beantworten, welche Art Gang Burgi in seinen Präzisionsuhren verwendet und ob er dabei das Pendel benutzt hatte. Bei diesem Sachverhalt war es keine besondere Überraschung, im Herbst 1952 festzustellen, daß die Uhr effektiv seit Menschengedenken nicht untersucht worden war, weil die Direktion des Kunsthistorischen Museums verpflichtet war, jeden Eingriff abzulehnen, welcher eine Gefährdung des kulturgeschichtlich und künstlerisch einmaligen Stückes bedeuten könnte. Nach einer Darlegung des Problems, welches durch eine Zerlegung der Bergkristalluhr gelöst werden könnte,