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Franz Kirnbauer.
Ausbeuten (Bild 11 und 12) sowie Zusammenstellungen über die Quartalsausbeute (Bild 13). Auch ein Berggebet ist in der Sarepta enthalten (Bild 14).
So weiß Mathesius in den Predigten seine Hörer immer wieder zu fesseln, indem er ihnen in ständigem Wechsel von ihrer Arbeit und ihrem Berufe Neues oder Unbekanntes erzählt und daraus dann mancherlei Nutzanwendungen zieht, die ihr seelisches Wohl betreffen. Von sich selbst und seiner Stellung unter den Bergleuten sagt er einmal: „Ein geistiger Bergmann bin und bleibe ich, ob Gott
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Photo: Nationalbibliothek, Wien.
Rild 10. Titelblatt der Chronik von Joachimsthal (1502).
will, so lange ich lebe, und diene dem obersten Bergherrn Jesu Christo.“ Seine sonstige Einstellung zum Bergbau und den Bergleuten deckt sich vollständig mit der seines Lehrers Luther. Als Beispiel sei das zweite Gesetz aus dem erwähnten geistlichen Berglied angeführt, das, wie gesagt, zweifellos Johannes Mathesius zum Verfasser hat, aber ebensogut von Martin Luther stammen könnte (Bild 9):
„Metall Gott’s Gab’ und Segen ist.
Wohl dem, der’s braucht ohn’ arge List,
Macht kein’ Gott draus, hängt’s Herz nit dran,
Dient Gott damit und Jedermann.“
Die „Sarepta“ ist somit ein umfangreiches, stattliches Werk, und fast jede der 16 Predigten stellte, falls sie in ihrem gedruckten Umfang gehalten wurde, durch ihre Länge an die Zuhörer keine geringen Ansprüche. Aber niemals dürfte es den Mann aus dem Volke, den einfachen Bergmann ermüdet haben, wenn die