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Franz Kirnbauer.
Sonntagspredigt während des Gottesdienstes so unmittelbar an seine Werktagsarbeit anknüpfte. In allen Predigten nämlich, die sich ihrer Entstehung und Haltung nach auf die Jahre 1553 bis 1562 verteilen, redet der Pfarrherr zu seinen Zuhörern in der ihnen verständlichen, wie er es nennt, „bergkleuftigen“ Weise. Mit großem Eifer hatte er zunächst alle in der Bibel vorkommenden und auf den Bergbau und seine verwandten Betriebe bezughabenden Stellen ausfindig gemacht und herangezogen, ja manchmal sogar etwas gewaltsam ausgedeutet.
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Photo: Nationalbibliothek, Wien. Bild 13. Quartals-Ausbeuten Joachimsthaler Gruben.
Gleichnisse und Bilder, die der Welt des Bergmanns entnommen sind, kehren in der „Sarepta“ auf Schritt und Tritt wieder. An einigen Beispielen sei dies dargelegt. Da heißt es in der 6. Predigt: „Der heylige Geist vergleychet die reyne lehr einem reynen oder gefeuerten Silber.“ Oder an anderer Stelle heißt es: „Die Bergleute dürfen der besonderen Fürsorge Gottes gewiß sein. Ist er doch der rechte Erzmacher und oberste Bergkherr.“ Und wieder an anderer Stelle: „Es zeuget auch diese und andere Historien und Sprüche in der heyligen Schrifft, das Bergkwerk ein gute Gabe und gnediger Segen Gottes ist.“ Aus der Bibel ist zu entnehmen, daß der Bergmann bei seiner gefährlichen Arbeit sich stets in Gottes Hand gegeben und seinem Schutz befohlen fühlen muß. Dies kommt immer wieder in den Redewendungen, die Johannes Mathesius in der „Sarepta“