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Fritz Sykora.
I>ie Tiroler Fe.stausgabe 21 ist in drei Bänden erschienen. Der erste Band enthält in 23 Abhandlungen Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Tirols, der Band 2 die Kammergeschichte selbst und der dritte Band die gewerbliche Wirtschaft in Tirol in den letzten Jahrzehnten. Dieser ist auch mit reichlichem Zahlenmaterial versehen.
Außerordentlich lebendig ist die Wirtschaftsgeschichte des Landes Oberösterreich 22 gehalten. Der erste Band mit dem Titel „Werden, Wachsen, Reifen“ beginnt mit der Frühzeit und endet mit dem Revolutionsjahr 1848. Der zweite Band „Männer, Mächte und Betriebe“ schildert die Entwicklung bis zur Neuzeit. Es wird die Entwicklung der Wirtschaft Österreichs in Verbindung mit dem Schicksal der sie gestaltenden Menschen erzählt und damit leistet dieses Buch auch als biographisches Werk einen wertvollen Beitrag zur Technikgeschichte.
Im wahren Geist wissenschaftlicher Forschung entstand auch die Festgabe der Kärntner Handelskammer, 23 die in aufschlußreicher Weise das Werden der gewerblichen Wirtschaft von der Vorzeit bis zur Gegenwart sowie die industrielle Entwicklung in Kärnten behandelt. Mit zahlreichen Bildern lebendig illustriert, kann das Werk als Musterbeispiel für derartige Festschriften hingestellt werden.
Sämtliche vorerwähnten Festschriften sind hervorragend ausgestattet, ihre Kenntnis ist für jeden, der sich mit der Materie eingehend zu befassen gedenkt, unerläßlich; sie sind darüber hinaus aber auch noch eine Fundgrube für den auf diesem Gebiet bereits versierten Fachmann.
In wahrhaft vornehmer Gesinnung gegenüber Österreich und gegenüber dem Menschen ist die Festschrift der Perlmooser Zementwerke 24 abgefaßt. Darin ist nicht nur die Entwicklung der einzelnen Werke beschrieben, sondern es sind auch einige Arbeiten über die Geschichte des Zements an sich darin enthalten. Daneben finden wir auch Beiträge über die technische Ausgestaltung der Werke, über das Versuchswesen der Zementindustrie, ihre Bedeutung für die gesamte Wirtschaft und über die Formgebung im neuzeitlichen Stahlbetonbau. Besonders angenehm fällt auf, daß ein Aufsatz dem Sozialdienst der Perlmooser gewidmet ist, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht.
21 „Tiroler Wirtschaft in Vergangenheit und Gegenwart.“ Festgabe zur Hundertjahrfeier der Tiroler Handelskammer. Bd. I: „Beiträge zur Wirtschaft und Sozialgeschichte Tirols.“ Geleitet von weil. Hermann Gerhardinger und Franz Hüter ; Band II: „Kammergeschichte.“ Geleitet von weil. Hermann Gerhardinger, Franz Egert und Franz Hüter; Bd. III: „Die gewerbliche Wirtschaft in Tirol. Tatsachen und Probleme.“ Von Adolf Günther. Innsbruck 1953, Univ.-Verlag Wagner.
22 „Wirtschaftsgeschichte des Landes Oberösterreich.“ Herausgegeben im Auftrag der Kammer der gewerbl. Wirtschaft für Oberösterreich von Vinzenz Kotzina. Bd. I: Alfred Hoffmann: „W T erden, Wachsen, Reifen“; Bd. II: Erich Maria Meixner: „Männer, Mächte, Betriebe.“ Salzburg 1952, Otto Müller Verlag; Linz 1952, Verlag F. Wintersche Buchhandlung H. Fürsteiberger.
2S „Kärntens gewerbliche Wirtschaft von der Vorzeit bis zur Gegenwart.“ Herausgegeben von der Kammer der gewerbl. Wirtschaft für Kärnten. Gestaltet von Karl Dinklage und Alfred Wakolbinger. Klagenfurt 1953, Verlag Johann Leon sen.
24 „80 Jahre Perlmooser Zement.“ Sondernummer der Perlmooser Betriebszeitung. Wien, Dezember 1952, Selbstverlag.