Zur Entwicklungsgeschichte der Technik.
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Prinzipien trennt. Nach Kants „Kritik der reinen Vernunft“ erweitern die konstitutiven Gesetze unsere Erkenntnisse, die regulativen Gesetze dagegen ordnen unsere Erfahrungen. — Als erhabenstes Beispiel eines allgemein gültigen konstitutiven Prinzips ist wohl das von R. Mayer 1842 und H. Helmholtz 1847 dargelegte Gesetz von der „Erhaltung der Energie“ anzusehen. Dieses Gesetz faßt alle Umwandlungsprozesse der Naturkräfte zu einer einzigen, großartigen Synthese zusammen, welche, wie aus der nachstehenden Tabelle zu ersehen ist, die gesamte Technik durchdringt.
Energie-Umwandlungen.
Untenstehende Energieformen werden umgewandelt in nebenstehende:
1.
Mechanische
Arbeit
2.
Wärme und Licht
3.
Elektrische ; Energie
4.
Chemische
Energie
1.
Mechanische
Arbeit
1—1
Hebezeuge wandeln zugeführte mechanische Energie in Hebearbeit
1—2
Feuer quirl wandelt Reibungsarbeit in Wärme
1—3
Dynamomaschinen wandeln mechanische Arbeit in elektrische Energie
1—4
Ammoniakgewinnung aus Stickstoff und W asserstoff durch Druckvermehrung
o.
Wärme und Licht
2—1
W ärme- motoren wandeln Wärme in mechanische Arbeit
2—2
Gasglülilicht wandelt mittels des Glühnetzes dunkle Wärme in Licht
2—3
Thermoelemente wandeln Wärme in elektrische Energie
2—4
Photographie. Chem. Veränderung lichtempfindlicher Schichten
3.
Elektrische
Energie
3—1
Elektromotoren wandeln elektrische Energie in mechanische Arbeit
3—2
Elektr. Lampen wandeln elektr.
Energie unter W ärmeentwick- lung in Licht
3—3
Transformatoren wandeln elektrischen Strom in solchen von anderer Spannung
3—4
Akkumula
toren
wandeln beim Laden elektr.
Energie in chem. Energie
4.
Chemische
Energie
4 — 1
Dynamit wandelt beim Zerknallen chemische Energie in Sprengarbeit
4—2
Feuerungsanlagen wandeln durch Verbrennen chemische Energie in W ärme
4—3
Akkumula
toren
wandeln beim Entladen ehern.
Energie in elektr. Energie
4—4
Salpetersäuregewinnung durch katalytische Oxydation des Ammoniaks
Das Gesetz von der Erhaltung der Energie besagt, daß die technischen Vorgänge auf einem steten Kreislauf derselben Grundstoffe und Grundkräfte beruhen. Mit anderen Worten: Energie kann weder geschaffen noch vernichtet, sondern