Zur Entwicklungsgeschichte der Technik.
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so läßt sich auch die Technik in zwei große Gebiete, in Tektonik und in Energetik, gliedern, wobei sich die Tektonik auf die ortfesten Bauwerke sowie auf die Formen und Gestalten der Maschinen und Apparate, die Energetik hingegen auf das Spiel der Kräfte sowie auf Bewegungen und Arbeitsvorgänge bezieht. Jede technische Entwicklungsreihe ist zweckmäßig wieder in drei Hauptstufen zu unterteilen, und zwar in die Anfangsstufe der organischen Werkstoffe und Kraftquellen, sodann in die Mittelstufe der organisch-anorganischen Übergangsformen, und endlich in die dritte Stufe der anorganischen Werkstoffe und Naturenergien. Hieraus ergibt sich die folgende Übersicht der Ahnenreihe technischer Gebilde und Verfahren:
Entwicklungsstufen der Technik.
Tektonik
Energetik
I. Stufe: Organische Werkstoffe und Gebilde
I. Stufe: Muskelenergien und organische Bewegungen
II. Stufe: Organisch-anorganische Übergänge
II. Stufe: Organisch-anorganische Übergänge
III. Stufe: Anorganische Werkstoffe und Gebilde
III. Stufe: Natwrenergien und anorganische Bewegungen
Im allgemeinen umfaßt die erste dieser drei Entwicklungsstufen jene urtümlichen technischen Behelfe und Einrichtungen, welche das Pflanzen- und Tierreich dem primitiven Menschen im nahezu fertigen Zustande darbot und welche mit den gleichfalls durch ihre Struktur schon vorgebildeten harten Steinw r erkzeugen roh bearbeitet wurden. Als Kraftquellen finden in dieser technischen Unterstufe nur die Muskelenergien und die unmittelbare Hitzewirkung des mit organischen Brennstoffen genährten Feuerbrandes Anwendung. — In der darauffolgenden Übergangsstufe erscheinen dann jene technischen Gebilde und Bauwerke, die vorwiegend aus organischen und anorganischen Werkstoffen zusammengesetzt sind. Hiebei wurden neben den Tier- und Menschenkräften auch schon die offen zutage liegenden Wind- und Wasserkräfte zum Antrieb schwerfälliger Maschinen benützt, welche zumeist die Handarbeit mit ihren organischen Schwing- und Wippbewegungen nachahmen, und hiezu gesellte sich noch die Treib- und Sprengwirkung des aus einem Gemenge organischer und anorganischer Substanzen bestehenden Schwarzpulvers. — In der dritten und vorläufig letzten Entwicklungsstufe treten schließlich die anorganischen Bau- und Werkstoffe allenthalben an die Stelle der organischen Materialien, zugleich gewinnt bei den Maschinen die den Organismen wesensfremde zw'angläufige Drehbewegung die Oberhand und neue, vordem verborgene Energieformen, wie hochgespannte Dampf- und Verbrennungskräfte, chemische Prozesse, elektrische Ströme und Strahlungsenergien, w r erden entdeckt und zaubern ein unermeßlich w'eites Arbeitsfeld auf technischem Neuland hervor: das Weltreich der Technik.
Innerhalb der einzelnen technischen Reihen geht die Entwicklung zwar nach übereinstimmenden regulativen Gesetzen, aber in ganz verschiedenen Zeitmaßen vor