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Friedrich Brock
Da in Österreich die Wasserrechte zu den Prärogativen der Bundesländer gehören, hat sich der Ausbau länderweise vollzogen, indem sich in jedem der Bundesländer eigene Gesellschaften zum Ausbau und zur Nutzbarmachung der Wasserkräfte gebildet haben.
Auch die Stadtgemeinde Wien hat durch Errichtung zweier Wasserkraftanlagen ihre Stromerzeugungsanlagen erweitert.
Zu Ende des Jahres 1918 waren an Stromlieferungsunternehmungen, Bahnkraftwerken und eigenen Anlagen 309 hydraulische Werke mit einer mittleren Jahresleistung von rund 220000 PS und mit einem Jahresarbeitsvermögen von 1280 Millionen kWh in Betrieb.
In der Zeit von 1919 bis Ende 1928 kamen 117 hydraulische Kraftanlagen hinzu mit einer Jahresmittelleistung von rund 171000 PS und einem Jahresarbeitsvermögen von rund 1000 Millionen kWh.
Im Jahre 1929 wurde der Bau von weiteren 18 derartigen Anlagen mit einer Jahresmittelleistung von 114000 PS und mit einem Jahresarbeitsvermögen von 667 Millionen kWh in Angriff genommen, so daß gegenwärtig 444 Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung von rund 500000 PS und einem Jahresarbeitsvermögen von rund 3000 Millionen kWh bestehen.
Unter diesen Anlagen sind besonders bemerkenswert:
Die Oberösterreichische Kraftwerke A. G., welche 11 Wasserkraftanlagen und 2 Dampfkraftwerke mit einer Summenleistung von 77285 kW in Betrieb hat, die Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-A. G. mit 3 Kraftwerken von zusammen 70000 kW.
Beide vorgenannten Unternehmungen sind mit der Niederösterreichischen Elektrizitätswirtschafts-A. G. durch 100 bzw. 60 kV-Leitungen im Verbundbetrieb.
Die Tiroler Wasserkraft-A. G., deren Achensee-Speicherkraftwerk eine installierte Leistung von 90000 kW auf weist, und
die Vorarlberger Ulwerke A. G. mit dem Vermunt-Werk, dessen Leistung im ersten Ausbau 90000 kW beträgt, endlich
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Abb. 5. /Großkraftwerk Partenstein, Österr. * Kraftwerke A. G.
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