Beiträge zur Geschichte der österreichischen Wasserwirtschaft.
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Der Krieg hat dieses reiche Schaffen jäh unterbrochen. Was nachher kommt, muß als spärlich und geradezu ärmlich zurückstehen. Die segensreiche Unterstützung aus öffentlichen Mitteln ist durch die Knappheit im Haushalte des Staates, der Länder und der Gemeinden entschwunden oder sie wird nur im Falle der äußersten Not noch hie und da gewährt, trägt aber dann nicht mehr den Charakter einer fruchtbringenden Arbeitsförderung, sondern einer augenblicklichen Notstandshilfe. So sind wir denn um Jahrzehnte zurückgeworfen, in jene Zeit, wo Unterstützungen nur in der Folge elementarer Katastrophen, zumeist in Form von Steuernachlässen gewährt wurden. Dieser Rückschritt bringt aber nicht allein schweren materiellen Schaden, den Verlust von Volksvermögen und Steuerkraft mit sich, sondern tief zu beklagen ist auch der Verlust der in langer Zeit endlich gereiften Erkenntnis der großen Bedeutung der Wasserwirtschaft, der Verlust eines schwer errungenen allgemeinen Kulturgutes.
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