C. Schraml: Der Weg des Salzes von Hallstatt nach Linz.
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werke vorläufig erschöpft war, mit Bayern einen Handelsvertrag, welcher ihr das bisher erzielte Höchstausmaß der Salzeinfuhr für die Zukunft sicherte; freilich betrug dieses 1653 immer erst ein Drittel des Gesamtbedarfes von Böhmen. Fünfzig Jahre dauerte noch das Nebeneinander des österreichischen und fremden Salzes, dann bereiteten die Waffenerfolge der kaiserlichen Heere im spanischen Erbfolgekriege den Salz vertragen ein jähes Ende. Die Einfuhr von ausländischem Salz, auch des im Norden Böhmens eingedrungenen sächsischen Salzes wurde für immer verboten, und ganz Böhmen fortan nur aus dem Kammergut mit Salz versorgt.
Abb. 1. Der Gosauzwang.
Dies bot keine Schwierigkeit mehr, weil inzwischen die Sole- und Salzerzeugung beträchtlich zugenommen hatte. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts lieferten die Kammergutsalinen schon 240000 Zentner Salz, etwa die Hälfte der Gesamterzeugung, nach Böhmen. Da der Salzbedarf noch weiter stieg, mußte 1756 zu den zwei vom Hallstätter Salzberg nach Ischl und Ebensee führenden Soleleitungssträngen noch ein dritter gelegt werden, bei welcher Gelegenheit der große Gefällsbruch bei der Überquerung des Gosautales durch eine auf hohen Quaderpfeilern verlegte Brücke, den Gosauzwang, ausgeglichen wurde.
Sieben schlanke Pfeiler, wovon der höchste über 30 m den Talgrund überragt, tragen in 16 bis 21 m weiten Feldern hölzerne Häng- und Sprengwerke, über welche die Soleleitung geführt ist. 1 )
1 Das Bauwerk ist in dieser noch erhaltenen Gestalt eigentlich der Umbau einer früher schon bestandenen Übersetzung des Gosautales, die vollständig aus Holz hergestellt war. Nach einer Mitteilung des Öberösterreichischen Landesarchivs fällt der Umbau in den Zeitraum 1755 bis 1758. 1757 wurde unter der Leitung des Hallstätter Salinenmeisters Josef Spielpichler das „Spannwerk“ gebaut.