Die Technische Stadt
schritten. Gemeinsam mit dem Bild des Kugelhauses, das man ebenfalls als Werbemarke, Folder, Bildpostkarte und sogar als Lesezeichen verbreitete, wurde es zum dominierenden Motiv der Ausstellung - mit höchstem Wiedererkennungswert.
Wesentliche Werbeträger waren darüber hinaus eine Vielzahl an Bildpostkarten, hergestellt von Dresdner Verlagen, die teils als „offizielle Karten“ der Jahresschau durchnummeriert waren. Sie zeigten Luftaufnahmen sowie Außen- und Innenansichten der Ausstellung und waren wohl auch als Sammelobjekte gedacht. Das am häufigsten ins Bild gesetzte Motiv war erneut das Kugelhaus. Als Star der Ausstellung erhielt es vom Kunstverlag Arno Eckard sogar eine Spezialkarte mit gereimtem Werbe-Gedicht: Neben einer künstlerischen Zeichnung, auf der das Gebäude umringt von Besuchermassen zu sehen ist - in der Luft erneut ein Flugzeug -, konnte man unter der Überschrift „Das erste Kugel-Haus“ lesen:
„In Dresden auf der Jahres-Schau
Sieht man für wenig Geld
ein Kugel-Haus als neu’sten Bau,
Das Erste auf der Welt!
Ganz ohne Ecken wird’s gebaut Aus Eisen und aus Stahl;
Ob hinten oder vorn man schaut, rund ist es überall.
Im fünften Stock, vom Kaffee aus Kann man ganz Dresden seh’n,
Von Räcknitz bis nach Loschwitz raus,
Bis zu den Lößnitz-Höh’n.
Wer dieses Wunder schauen will,
Der merke sich genau:
Ab Mitte Mai bringt Neues viel Die .Deutsche Jahres-Schau 1 .“ 24
24 Das erste Kugelhaus, Bildpostkarte, Kunstverlag Arno Eckard, Dresden. Sammlung Peter Payer.
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