Aufsatz 
"Die Technische Stadt" : Wie eine Großausstellung in Dresden urbane Zukunftsvisionen prägte / Peter Payer
Entstehung
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Die Technische Stadt

schritten. Gemeinsam mit dem Bild des Kugelhauses, das man ebenfalls als Werbemarke, Folder, Bildpostkarte und sogar als Lesezeichen verbreitete, wur­de es zum dominierenden Motiv der Ausstellung - mit höchstem Wiedererken­nungswert.

Wesentliche Werbeträger waren darüber hinaus eine Vielzahl an Bildpostkarten, hergestellt von Dresdner Verlagen, die teils als „offizielle Karten“ der Jahres­schau durchnummeriert waren. Sie zeigten Luftaufnahmen sowie Außen- und Innenansichten der Ausstellung und waren wohl auch als Sammelobjekte ge­dacht. Das am häufigsten ins Bild gesetzte Motiv war erneut das Kugelhaus. Als Star der Ausstellung erhielt es vom Kunstverlag Arno Eckard sogar eine Spezialkarte mit gereimtem Werbe-Gedicht: Neben einer künstlerischen Zeich­nung, auf der das Gebäude umringt von Besuchermassen zu sehen ist - in der Luft erneut ein Flugzeug -, konnte man unter der Überschrift „Das erste Kugel-Haus“ lesen:

„In Dresden auf der Jahres-Schau

Sieht man für wenig Geld

ein Kugel-Haus als neu’sten Bau,

Das Erste auf der Welt!

Ganz ohne Ecken wird’s gebaut Aus Eisen und aus Stahl;

Ob hinten oder vorn man schaut, rund ist es überall.

Im fünften Stock, vom Kaffee aus Kann man ganz Dresden seh’n,

Von Räcknitz bis nach Loschwitz raus,

Bis zu den Lößnitz-Höh’n.

Wer dieses Wunder schauen will,

Der merke sich genau:

Ab Mitte Mai bringt Neues viel Die .Deutsche Jahres-Schau 1 .“ 24

24 Das erste Kugelhaus, Bildpostkarte, Kunstverlag Arno Eckard, Dresden. Sammlung Peter Payer.

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