Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen
Azra Korjenic, Anna Vaskova
Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen Gebäude und Umwelt
Der gesamte Prozess des Bauens, von der Errichtung und Nutzung eines Gebäudes über Instandhaltung, Umbauten bis zum Abbruch, ist eng mit dem Verbrauch von Landfläche, Rohstoffen und Energie verbunden. Alle diese Komponenten sind in unterschiedlicher Form begrenzt verfügbar. Es gibt daher stets ein komplexes Wechselspiel zwischen unseren Gebäuden und unserer Umwelt. Dieses ökologisch, sozial und ökonomisch zu bewerten ist sehr komplex und schwierig. Aber nur mit einer Erfassung können wir Zusammenhänge erkennen, Wechselwirkungen verstehen und Verbesserungswege suchen.
Dabei müssen alle Lebenszyklusphasen eines Bauwerkes berücksichtigt werden. Gemeint ist der Prozess von der Rohstoffgewinnung über den Transport, die Errichtung und Nutzung bis zum Rückbau.
Gebäude, Mensch und Umwelt und die Erfassung der Wechselwirkungen
Ähnlich wie Nachhaltigkeit selbst, basiert das nachhaltige zukunftsorientierte Bauen auf drei Ebenen. Hierbei handelt es sich um ökonomische, ökologische und soziale Aspekte, die in sich wieder viele Kriterien berücksichtigen.
Die ökonomische Ebene bezieht sich auf sämtliche anfallende Kosten, wie z. B. für Anschaffung, Errichtung, Nutzung, Wartung und Instandhaltung. Die ökologische Ebene umfasst den schonenden Einsatz von Ressourcen und Energie. Die Umweltbelastung spielt auch eine wichtige Rolle. Zusätzlich bezieht sich diese Ebene auch auf die Flächeninanspruchnahme des Bauwerks. Die soziale Ebene berücksichtigt neben gestalterischen Faktoren auch den Gesundheitsschutz, der wiederum abhängig von thermischen, akustischen und visuellen Faktoren ist.
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