Aufsatz 
Viktor Kaplan / von Alfred Lechner
Entstehung
Seite
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Viktor Kaplan.

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FfP 55

Abb. 22. Laufrad einer Kaplanturbine (links) und einer Francisturbine (rechts).

die Form der Laufradschaufeln zu verbessern (vgl. S. 23 ff.), mußte aber bald erkennen, daß es wegen der auftretenden Reibungswiderstände nicht möglich war, die Schnell- läufigkeit des Francislaufrades weiter zu steigern, ohne den Wirkungsgrad herabzusetzen (vgl. S. 37).

Er fand durch den Versuch, daß die spezifische Drehzahl nicht über n s = 450 zu steigern war.

In Erkenntnis des Einflusses der Reibung ließ Kaplan die äußere Laufradbegrenzung fort und fand, daß Schnelläufigkeit und Wirkungsgrad Zunahmen.

In konsequenter Folge verringerte er die Zahl der Schaufeln, wählte wenige, kurze und flachgekrümmte, flügelartige Schaufeln (vgl.

S. 31) und gelangte allmählich zu den neuen Kaplanlauf rädern, die mit den Francislaufrädern keine Ähnlichkeit mehr aufweisen (Abb. 22; vgl.

S. 47). Gleichzeitig mit den Versuchen gingen auch theoretische Erwägungen parallel. Die übliche Stromfadentheorie, welche für einen Zellenraum,wo die hindurchströmende Flüssigkeitsmasse gleich- Abb 23. Schema einer Kaplanturbine.

über der zweite Ausbau eine Kaplanturbine mit einer maximalen Leistung von 41 000 FS und einer minütlichen Drehzahl n = 167 besitzt.

Teilung

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