Heft 
1936: Drittes Heft
Entstehung
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101
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Mitteilungen und Berichte.

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Witkowitzer Eisenwerk. Die Witkowitzer Bergbau- und Eisenhüttengewerkschaft um­faßt: Das Eisenwerk Witkowitz, die Eisensteinberghaue und die Witkowitzer Stein­kohlengruhen. Als Handschrift gedruckt, o. 0., o. J. (1914).

100 Jahre Eisenwerk Witkowitz 18281928. o. 0. (Witkowitz) 1928.

- Das Eisenwerk Witkowitz 18281928. In: Montanistische Rundschau, 20. Jg., S. 677680. Wien 1928.

Wollenzeugfabrik in Neugedein. Lederer P. Zur Geschichte der Wollenzeugfabrik in Xeugedein. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen, 44. Jg., S. 124133. Prag 1906.

Zahn ii Co. 150 Jahre Lusterfabrik Josef Zahn & Co. 17801930. Wien o. J. (1930).

Haymon und Thyrsus.

(Erläuterungen zum umseitigen Kunstblatt.)

Aus den bituminösen Mergeln, die sich bei Seefeld in Tirol an den Hängen des Gebirgsstockes der Reitherspitze vorfinden, gewinnt man seit alters her Öl­schiefer und gegenwärtig wird dieses Mineral in der Maximilianshütte bei Reith zu dem bekannten HeilmittelIchthyol industriell verarbeitet. Schon im Mittel- alter galt das aus dem sogenannten Stinkstein durch Schwelung erzielte und Thyrsenblut genannte Öl als Arznei für Menschen und Tiere. Eine bebil­derte Darstellung über das Vorkommen und die Verarbeitung des Seefelder Öl­schiefers ist im 1. Heft derBlätter für Geschichte der Technik, 1932, auf S. 73 ff. enthalten. Dort wurde auch auf ein verschollenes Bild hingewiesen, das den Kampf zwischen dem gepanzerten Ritter Haymon und dem bäuerlichen Riesen Thyrsus darstellt. Dem Österreichischen Forschungsinstitut für Geschichte der Technik ist es nun gelungen, dieses verschollene Kunstwerk durch den akademischen Maler A. Kirchmeyr in Innsbruck freilegen und erneuern zu lassen. Wie die Kunstbeilage nach Seite 101 zeigt, weist die gut erhaltene Jahreszahl 1537 auf das hohe Alter, sowie die naive Darstellung des Zweikampfes zwischen Haymon und Thyrsus auf die volkstümliche Bedeutung der Sage über das Thyrsenblut hin, die sich in Nordtirol bis zum heutigen Tag als technik­geschichtliche Überlieferung erhalten hat.