Aufsatz 
Vom k.k. Fabriksprodukten-Kabinett zum Wiener Technischen Museum von heute / von Viktor Schützenhofer
Entstehung
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Vom k. k. Fabriksprodukten-Kabinett zum Wiener Tecbn. Museum von beute. 3

liehe Museum mit auserwählten Gerätschaften, Instrumenten, Büchern, systema­tischen Katalogen usw. bereichert werden. Mit der Zeit sollen öffentliche Aus­stellungen, Vertheilung von Prämien, Ausschreibung von Preisfragen u. dgl. damit vereinigt werden, mit einemWort, eine öffentliche Anstalt errichtet werden, welche, auf die erwünschte Stufe gebracht, mit Recht der Stolz der Nation, der Schauplatz bewundernswürdiger Fortschritte des inländischen Kunstfleißes, die Musterschule inländischer Künstler und Gewerbsleute, ein Gegenstand der Bewunderung für Fremde und der Demüthigung für unpatriotische blinde Verehrer des Auslandes werden könnte. 1 Das k. k. Fabriksprodukten-Kabinett dies war die

Bild 1. Hohe Brücke, Wien um 1806.

(Aus dem Bilderarchiv der Nationalbibliothek, Wien.)

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offizielle Bezeichnung wurde somit bereitsMuseum genannt, sollte all­gemein zugänglich sein und der Förderung von Industrie und Gewerbe dienen. In seinen Schaustücken war es allerdings noch auf Produkte inländischer Erzeugung beschränkt und nahm auf die Erzeugungsart und die hiefür verwendeten Hilfs­mittel keine Rücksicht.

Da seine Unterbringung in der Hofburg platzmangelshalber unmöglich erschien, schlug der erste Direktor desselben, Aloys yon Widmanstatten, hiefür eine aus 14 Räumen bestehende Wohnung in dem der Gräfin Prinzenstein gehörigen HauseAuf der Hohen Brücke Nr. 390 vor. Die Mietung derselben wurde vom Kaiser Ende 1807 genehmigt, 2 womit die Möglichkeit des Aufbaues der neuen wirt- schaftsfordernden Einrichtung gegeben war.

1 IT. K. A Korn. N. Ö. Fasz. 63/1 Nr. 30 ex Majo 1809, 14487/807.

2 O. K. A. 1308/807.