Aufsatz 
Vom k.k. Fabriksprodukten-Kabinett zum Wiener Technischen Museum von heute / von Viktor Schützenhofer
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen

8

Viktor Schützenhofer

Instituts unter teilweiser Benützung der Sammlungen desselben statt, womit dem von Herberstein-Moltke bereits 1809 niedergelegten Gedanken der Verbindung derartiger Ausstellungen mit den Aufgaben des Polytechnischen Instituts ent­sprochen werden sollte.

Über die Entwicklung des Nationalfabriksproduktenkabinetts bis zum Jahre 1839 geben die bis zu diesem Zeitpunkt regelmäßig erschienenen Jahrbücher des Polytechnischen Instituts Aufschluß. Sie war bis dahin eine stetige. 1840 erhielt das Kabinett eine erhebliche Bereicherung. Im Dezember dieses Jahres

»in

SäKi

Hg

-JR : I 1

r>|

IIÜll

'-'fl '

\ «***'

> p

" 4! :

Bild 4. Gebäude des Niederösterreichischen Gewerbevereines in der Eschenbachgasse.

(Aus dem Büderarchiv der Nationalbibliothek, Wien.)

verfügte Kaiser Ferdinand die Überlassung seiner schon früher erwähnten,Tech­nisches Kabinett benannten Fabriksproduktensammlung an das Polytechnische Institut. Diese Sammlung hatte er sich 1819 noch als Kronprinz zum Zwecke seiner eigenen Information von dem ersten Kommissär der niederöster­reichischen Fabrikeninspektion, Stephan von Kees, anlegen lassen, Die Über­gabe erfolgte 1842 unter der Bedingung, die kaiserliche Sammlung als Ganzes neben dem Nationalfabriksproduktenkabinett zu belassen. Bereits aber mi t Kabinetts­order vom 8. März 1844 traf der Kaiser die Anordnung der A ufl ös un g des Nationalfabriksproduktenkabinetts und alleinigen Belassung des durch die verwend­baren Bestände des Nationalfabriksproduktenkabinetts ergänzten Technischen Kabinetts als einschlägige Sammlung des Polytechnischen Instituts. Tatsächlich währte es jedoch bis zum April 1854, bis die Vereinigung der beiden Kabinette durchgeführt war, die dann als Technologisches Kabinett des Poly­technischen Instituts weiter bestanden, das sich aber trotz der Reichhaltigkeit