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Thekese Stampfl
Gedenktage
der österreichischen Technikgeschichte im Jahre 1949.
Auszug aus Karteien technikgeschichtlicher Ereignisse.
Von
Therese Stampfl.
Januar.
1. 1889. Johann Kravogl, gestorben in Brixen. Pionier der Elektrotechnik. Seine
bedeutendste Erfindung ist das elektrische Kraftrad (1867).
2. 1769. Nanette Stein, geboren in Augsburg, kam 1794 mit ihrem Gatten Andreas
Streicher nach Wien und leistete mit 'diesem Hervorragendes auf dem Gebiete des Klavierbaues.
16. 1909. Fridolin Reiser, gestorben in Leoben. Pionier der österreichischen Tiegelgußstahlindustrie.
23. 1734. Wolfgang von Kempelen, geboren in Preßburg. Bedeutender Mechaniker, berühmt durch seinen Schachautomat und durch seine Sprechmaschine.
23. 1799. Alois Ritter von Negrelli, geboren in Primiero, Südtirol. Bedeutender
Wasser-, Straßen-, Eisenbahn- und Hoohbauer, nach dessen Plänen der Suezkanal als schleusenlose Wasserstraße gebaut wurde.
Februar.
5. 1914. Adalbert Waltenhofen, Ritter von Eglofsheim, gestorben in Wien. Physiker und Elektrotechniker, entwarf schon 1895 einen Organisationsplan zur Errichtung eines Elektrotechnischen Instituts in Wien, welcher 1902 verwirklicht wurde.
18. 1899. Erweiterung der Wiener elektrischen Straßenbahn durch eine von der Kagraner- Bahn erfolgte Abzweigung nach Kaisermühlen.
21. 1829. Josef Ressel erwirbt ein österreichisches Privileg auf die Erfindung eines Schraubenantriebes von Schiffen.
März.
7. 1874. Eröffnung der ersten Zahnradbahn in Österreich auf den Kahlenberg.
24. 1879. Karl Karmarsch, gestorben in Hannover, studierte am Polytechnischen In
stitut in Wien, war daselbst Assistent bei Prof. Altmütter und folgte 1830 einem Ruf als Direktor an die Gewerbeschule in Hannover, die unter seiner Leitung zur Technischen Hochschule erhoben wurde.
April.
4. 1814. Blasius Hueber, gestorben zu Inzing in Tirol. Katograph, Schüler und Mitarbeiter von Peter Anich. Die von Anich begonnene Karte von Tirol beendete nach dessen Tod Hueber 1769.
7. 1724. Friedrich von Knaus, geboren in Stuttgart, wurde 1757 als Hofmechaniker
nach Wien berufen, richtete das physikalische Hofkabinett ein, für das er mehrere mechanische Kunstwerke verfertigte. Das bekannteste ist die sogenannte „allesschreibende Wundermaschine“, ein Schreibapparat in prächtiger Ausstattung, die in den Schausammlungen des Wiener Technischen Museums zu sehen ist.
8. 1874. Carl Friedrich Kuhn, gestorben in Wien, bekannt durch seine Stahlschreib
federn.