Die Schreibmaschine des Grafen Neipperg.
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Das durch die m a riatheresianiische Reform aufblühende Beamtentum mit seiner weitschweifigen barocken Vielschreiberei und seinem viele Abschriften benötigenden Geschäftslauf erweckte das Bedürfnis nach einer mechanischen Vervielfältigung, das Knaus und Neipperg und sicher auch andere uns heute unbekannte Erfinder gleichzeitig, ohne voneinander zu wissen, zu befriedigen sich bemüht haben, 'bevor das Problem durch das Durchschlagsverfahren gelöst wurde. Neipperg leibte in einer Zeit besonders kraftvoller kommerzieller Entwicklung und wünschte daher, daß seine Schreibmaschine auch zum Nutzen der Handelswelt und „zu desto größerer Sicherheit des Briefwechsels wider die Seeverunglückungen“ diene.
Eine dieser NEiPPERGschen „Schreibmaschinen“ stand im Familienarchiv zu Schwaigern bei Heilbronn; hier sind nach Mitteilung von Erlaucht Graf Neipperg die Bauzeichnungen noch heute aufbewahrt.