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Erich Kurzel-Runtscheiner
harten Kelchalpe von wahrscheinlich veneto-illyrischen Bergleuten im zweiten Jahrtausend v. Chr. betrieben wurde 13 * 21 . Aus geschichtlicher Zeit sind zahlreiche Karten und Pläne der heimischen Bergbaue und Zeichnungen alter Bergwerksund Hüttenanlagen sowie alter Bergmanns Werkzeuge vorhanden. Bergordnungen des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts zeigen die rechtlichen und sozialen Verhältnisse jener Zeit auf. Auch sehen wir ein Zunftzeichen der Knappen des Eisenhüttenwerkes in Pillersee und große farbige Amtsschilder des Hüttenwerkes in Küssen aus der österreichischen und aus der bayerischen Verwaltungsperiode. Neben einer Sammlung der wichtigsten heimischen Gesteinsarten geben zahlreiche
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Bild ö. Stadtkern Kitzbühels (zu Bild 4) 1620.
Bilder und Photos Aufschluß über das Kitzbüheler Bergievier. Interessant ist auch eine Originalurkunde aus dem Jahr 1593, in der der damalige Bürgeimeister von Kitzbühel Hanns Münnich und sein Stadtschreiber Hanns Widmann der „Alchimey und des Silbermachens“ bezichtigt werden sowie eine große, äußerst gut erhaltene Urkunde aus dem Bauernkrieg 1525, an dem sich Kitzbüheler Bergknappen, Bürger und Bauern auf Seiten des „Bauernrebells“ beteiligt haben. Auch das Turmkreuz des ehemaligen Knappenhospitals ist zur Schau gestellt. Eine Anzahl von Markscheidegeräten, bergbaulichen Werkzeugen, Knappenlampen und Hutmannstöcken sowie eine Sammlung von Siegeln von Bergverwesern und von Bergrichtern vervollständigt das Bild. Eine Reihe von gußeisernen Ofen platten sowie ein vollständiger gußeiserner Ofen mit guten allegorischen Darstellungen von 1691 dürften der nahe von Kitzbühel einst in Betrieb gestandenen Eisenhütte in Kössen entstammen.
Aus den Sammlungen der Gruppe ,,Zunft und Handwerk“ seien folgende Schaustücke aufgezählt: Zahlreiche schöne Kunstschmiedearbeiten, alte Uhren mit hölzernem Räderwerk; altes Zimmermannswerkzeug, darunter mehrere Hobel