Alfred Collmann.
Lebensweg und Leistung.
Bearbeitet nach Collmanns eigenen schriftlichen Mitteilungen, sowie nach Druckschriften aus seiner Zeit und nach Familienüberlieferungen, diese beigestellt von Elisabeth Trimmel-Collmann.
Mit 4 Bildern.
Johann Radinger, der berühmte Lehrer des Maschinenbaues an der Wiener Technischen Hochschule, schließt die Vorrede zur 1892 erschienenen, völlig uin- gearbeiteten dritten Auflage seiner Studien „über Dampfmaschinen mit hoher
Kolbengeschwindigkeit“, deren Ergebnisse, seit dieses Werk 1870 erstmalig gedruckt worden war, „in allen Fachwerken auf- genommen und von allen technischen Kanzeln gelehrt wurden“, mit folgendem Satz: „überall ist (durch dessen Darlegungen) in die Zukunft und nach den Grenzen gespäht, und oftmals ergibt sich die Erkenntnis der Möglichkeit noch weiteren Ansteigens der hohen Kolbengeschwindigkeit und mit dem noch weiterer Vervollkommnung des kraftvoll-herrlichsten Menschenwerkes — der Dampfmaschine.“ Während dieses Buch Radingers die theoretischen Grundlagen enthielt, auf denen sich die Dampfmaschine in den letzten drei Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts entwickeln konnte, hat Alfred Collmann als Erfinder von zwangsläufigen Steuerungen für Kolbendampfmaschinen für die energiewirtschaftliche Praxis dieser Zeit Entscheidendes geleistet und den Fortschritt auf diesem Sondergebiet der Technik, das seine ureigenste Domäne wurde, maßgebend beeinflußt.
Alfred Collmann wurde am 17. April 1851 in Wien geboren. Durch den Beruf des Vaters Conrad Collmann, der eine in der Laxenburgerstraße gelegene
Bild 1. Alfred Collmann, Jugendbildnis.
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