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Erich Kurzel-Runtscheiner
Dr. Ing. Friedrich Hartmann war, lagen bei dessen Tod die Bände „Hölzerne Brücken“ und „Massivbrücken“ druckfertig vor. Der Nachfolger des Verstorbenen, ord. Professor Dr. Ing. Ernst Melan, gab schon 1946 die erste Teillieferung des Bandes „Stahlbrücken“ 27 heraus, wobei er sich als wissenschaftlicher Treuhänder des Nachlasses Friedrich Hartmanns betrachtete. Die zweite Teillieferung des Bandes, die das ganze Werk abschließt, ist nun erschienen. Damit liegt ein wahrhaft großes Werk, ein Standardwerk, vollendet vor uns, das einer, der bis heute als unübertroffener Meister des neuzeitigen Brückenbaues von allen Fachleuten deutscher Zunge anerkannt ist, geplant und hochgeführt hat.
„Zahnrad-Getriebe“ 28 heißt eine hektographierte Fachschrift von 150 Seiten Text, der von 51 Abbildungen und von 2 Nomogrammen begleitet wird, in dem Ing. Rudolf Huber die neuzeitige Berechnung und Konstruktion von Zahnradgetrieben, Riementrieben und Kettentrieben dem interessierten Ingenieur, Techniker und Betriebsfachmann darlegt. Und wer wäre nicht an diesen Übertragungselementen interessiert, die an keiner neuzeitigen Maschinenkonstruktion fehlen? Der Wirkungsgrad und die Betriebskosten jeder Maschineneinheit sind eben doch auch abhängig vom Gütegrad des Entwurfes und der Ausführung der in ihr verwendeten Zahnradgetriebe. Der Verfasser bespricht in seiner Arbeit die Anwendung der Verzahnungsgesetze bei Rädern mit Zykloidenzähnen, mit Evolventenzähnen und bei solchen mit Zähnen mit sogenannten „korrigierten Flanken“. Gesondert behandelt werden, auf den grundlegenden Forschungsarbeiten von Prof. Earle Buckingham und der Firma für Zahnradbau Klingelnberg fußend, Berechnung und betriebssichere Konstruktion von Geradzahnstirnrädern, Schraubenrädern, Kegelrädern, Schneckengetrieben, sowie Riemen- und Kettentrieben. Auch dieses Buch des Industrie- und Fachverlages Dipl.-Ing. Rudolf Bohmann paßt sich dem Programm dieses Unternehmens an, das sich in dankenswerter Weise das Ziel gesetzt hat, Fachbücher zu schaffen, die einerseits der theoretischen Unterweisung dienen und anderseits die sofortige Nutzanwendung in der Praxis ermöglichen.
Friedrich Bzoch, ein Werkmeister des Wiener Stadtbauamtes und geprüfter Meister für Maschinenbau, schrieb ein Hilfsbuch für die Instandhaltung maschineller Betriebseinrichtungen, das den Titel „Maschinenschlosser-Praxis“ 29 erhalten hat. Dieses, ebenfalls vom BoHMANN-Verlag herausgegebene Buch ist als Ratgeber für jene Jungarbeiter gedacht, die einen Aufstieg in höhere Berufskategorien anstreben. Auch ein Hilfs- und Nachschlagebuch über Werkstoffe, Konstruktionen und Arbeitsverfahren der Feinmechanik für Unterricht und Werkstatt „Feinmechanik“ 30 erscheint im BoHMANN-Verlag; es hat Dipl.-Ing.
27 Ernst Melan: „Der Brückenbau“, 3. Bd. „Stahlbrücken“ von Friedrich Hartmann, II. Teillieferung, Wien 1951, Verlag F. Deuticke.
28 Rudolf Huber: „Zahnrad-Getriebe“. „Berechnung und Konstruktion von Zahnradgetrieben, Riementrieben u. Kettentrieben“, 150 S. mit 51 Abb., 2 Nomogrammen und zahlreichen Wertetafeln, Wien 1951, Bohmann-Verlag.
29 Friedrich Bzoch: „Maschinenschlosser-Praxis“, Wien-Heidelberg 1950, Bohmann- Verlag.
30 Erwin Roscher: „Feinmechanik“, I. Bd. „Werkstoff, Passungen und Toleranzen“, 173 S., 16 Abb. und 59 Tafeln. Wien 1951, Bohmann-Verlag.