Ferrolegierungen für die Edelstahlerzeugung in Österreich
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liefert. Es wurden dort große Mengen von Ferrowolfram, Ferromolybdän, Ferrovanadin erzeugt. Auch Ferrochrom- u. a. Legierungen wurden zeitweise versucht.
Dadurch wurde der Stahlindustrie das nur aus dem Auslande bis dahin zugängliche Rohmaterial an Hand gestellt. Mit allen möglichen in Frage kommenden Rohmaterialien, wie Chrom, Wolfram, Molybdän, Vanadin, Titan usw. wurden die entsprechenden Versuche durchgeführt, um jene Produkte, welche in Österreich trotz des Mangels an Rohmaterial aus ausländischem Rohmaterial
Bild 1. Elektroofen in der Villacher Elektrohütte zur Erzeugung von Ferrolegierungen
für die Edelstahlindustrie
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durch österreichischen Geist und durch österreichische Arbeit rationell hergestellt werden können, zu schaffen.
Über die wirtschaftliche und technische Größe des Problems gibt ein Artikel der Metallwirtschaft 21 (1942, Nr. 23/24, Seite 358 und 359) Auskunft und Angaben über die schwedischen Verhältnisse.
Es gelang mir damals, in der Elektrohütte Villach einen neuen Elektroofen zu konstruieren und zu bauen, der an Stelle der bisher benützten vertikalen Regulierungen der Elektroden auch eine horizontale Regulierung und damit eine bessere Einteilung des Elektrodenkreises ermöglicht, so daß ich in dem einen Ofen viele verschiedene Legierungen oder Produkte hersteilen konnte. Dadurch ist in Villach damals schon die Grundlage für die Entwicklung der Ferrolegierungsindustrie in Österreich in die Wege geleitet worden.