Heft 
1952: Vierzehntes Heft
Entstehung
Seite
98
Einzelbild herunterladen

98

Erich Kurzel-Runtscieeiner

und Auslandes einbaufertig geliefert. Auch wurden im Jahr 1951 in Bayern und im Elsaß Erzeugungsstätten für Hoerbiger-Ventile in Betrieb genommen sowie durch die Schwiegertochter des Erfinders geführte Verhandlungen erfolgreich beendet, auf Grund welcher in Südafrika eine Hoerhiger-Fabrik errichtet wer­den wird. Hanns Hoerbiger war aber nicht bloß ein genialer Maschinenbauer, Konstrukteur und Erfinder; er ist auch der Schöpfer derWelteislehre, in der er seine auf den Gebieten der Wärmetechnologie des Wassers in allen Zustands­formen Eis, Flüssigkeit, Dampf gewonnenen Erfahrungen auf den gesam­ten Kosmos übertrug. Hanns Hoerbiger nannte seine Weltbildungslehre auch Kosinotechnik. Sie wirkte in ihrer Einfachheit und durch die scheinbare Mög­lichkeit, in einer einzigen großen Schau wie einst durch die Naturphilosophie alles und jedes zu erklären, auf die Menschen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahr­hunderts geradezu faszinierend. Einzelheiten der Welteislehre Hoerbigers wur­den inzwischen durch die neuentstandenen Anschauungen über die Atomstruktur sowie durch astrophysikalische und Radarmessungen widerlegt. Jedenfalls aber hat sie Ausblicke eröffnet, die den astronomischen und geophysikalischen Ge­sichtskreis erweiterten und viele neue Erkenntnisse anbahnten.

Über ein halbes Jahrhundert kommunaler Elektrizitätsversorgung einer Groß­stadt berichtet die mit vielen Abbildungen, Diagrammen und Kartenskizzen ausgestatteteFestschrift zum fünfzigjährigen Bestand der stadteigenen Elektri­zitätswerke Wien, 22 der am 8. April 1952 gefeiert werden konnte. Die beispiel­gebende Entwicklung zur Selbstversorgung ging vom Bürgermeister Dr. Karl Lueger aus; sie hat sich bestens bewährt und wurde seither oftmals von anderen Großstädten nachgeahmt. Heute versorgt die kommunale Elektrolieferung Wiens über 620.500 Wohnungen, 145.500 Gewerbetreibende, 2200 Industrien und 3400 landwirtschaftliche Unternehmungen mit Licht und Kraftstrom. Sie wurde zu einem tragenden Pfeiler, auf dem die Bequemlichkeit (1er Haushalte und das wirt­schaftliche Leben der Bundeshauptstadt beruht. Eine künstlerisch schöne und wohldurchdachte Sonderschau wurde der Entwicklung, dem gegenwärtigen Zu­stand und den Zukunftsplänen der Wiener Städtischen Elektrizitätswerke aus diesem Anlaß gerecht.

Der Wortlaut (1er Reden, die während eines Festaktes gehalten wurden, der im Februar 1949 in Treibach aus Anlaß des 90. Geburtstags des Gründers der Treibacher Chemischen Werke, Dr. Carl Freiherr Auer von Welsbach, und des fünfzigjährigen Bestehens der Chemischen Industrie in Treibach stattfand, ist zum Inhalt einer Festschrift 23 geworden. Sie enthält viele wertvolle Angaben über den Gründer des Unternehmens sowie über dessen Entstehen und Aufstieg, den auch das Geschehen des Jahres 1945 für nur kurze Zeit unterbrechen konnte.

Der neue Semmeringtunnel, der größte Investitionsbau der Nachkriegszeit 24

22Festschrift zum fünfzigjährigen Bestand der stadteigenen Elektrizitätswerke Wiens, 8. April 1952, im Eigenverlag herausgegeben von den Wiener Stadtwerken Elektrizitätswerken, Wien 1952.

23 ,,50 Jahre chemische Industrie in Treibach 18981948, Treibach (Kärnten) 1949.

24Der neue Semmeringtunnel, der größte Investitionsbau der Nachkriegszeit, Sonderheft der ZeitschriftEisenbahn, Wien 1952.