Die Entwicklung des wasserbaulichen Versuchswesens
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sei noch erwähnt, daß manche Laboratorien auch über Außenstationen (im Freien) verfügen, in denen jene Versuche zur Durchführung gelangen, die infolge ihrer räumlichen Ausdehnung in den geschlossenen Versuchshallen nicht mehr genügend Platz haben. Diese Freiluftanlagen haben zwar den großen Vorteil, daß den Modellen größere Maßstäbe zugrunde gelegt wefden können, aber gleichzeitig die mit den Witterungseinflüssen verbundenen Nachteile (Wind, Regen, Kälte).
Das Arbeitsgebiet der Wasserbaulaboratorien läßt sich im großen und ganzen in zwei Gruppen gliedern: 1. wissenschaftliche Forschungstätigkeit und 2. Unter-
Bild 2. Teilungswerk an der Triesting.
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suchungen, betreffend die Aufgaben des praktischen Wasserbaues. Da unsere Erkenntnisse auf dem Gebiet der Hydraulik bzw. des Wasserbaues im allgemeinen in letzter Linie auf direkte Beobachtungen der Naturvorgänge zurückgehen, deren Gesetzmäßigkeiten vom Theoretiker in mathematische Formeln gekleidet werden, ist es leicht einzusehen, daß dem exakten Versuch im Laboratorium großer Wert zukommen muß. Mit Hilfe feinster Meßgeräte ist man in der Lage, die maßgeblichen Ausgangswerte, wie sekdl. Wassermengen, Tiefen, Gefälle, Geschwindigkeiten usw., mit großer Schärfe festzulegen, was hei den Beobachtungen in der Natur nicht immer der Fall ist. Ein weiterer Vorteil des wissenschaftlichen wasserbaulichen Versuches ist darin zu erblicken, daß, wie bereits früher erwähnt, hiebei störende Nebeneinflüsse, die mit der gestellten Aufgabe in keinem ursächlichen Zusammenhang stehen, ausgeschaltet werden können, oder daß der summarische Einfluß mehrerer gleichzeitig auftretender Einflüsse getrennt untersucht und dadurch der theoretischen Behandlung leichter zugänglich