Mitteilungen und Berichte
Nikola-Tesla-Kongreß
für Wechselstrom- und Drehstromtechnik.
Im Technischen Museum für Industrie und Gewerbe in Wien tagte in der Zeit vom 6. bis 13. September 1953 der erste internationale „Nikola -Tesla- Kongreß für Wechselstrom- und Drehstromtechnik“.
In der Begrüßungsansprache wies der Direktor 1 des Technischen Museums, Dr. Josef Nagler, darauf hin, „daß das Technische Museum diesen Kongreß veranstaltet hat, weil es Aufgabe des Museums ist, Großleistungen auf dem Gebiete der Technik festzuhalten, sie der Allgemeinheit zur Kenntnis zu bringen, Jubiläen wahrzunehmen und über die Grenzen des Landes, der Nation, der Politik anzuerkennen.
Die Leistungen Nikola Teslas haben der Elektrotechnik die Wege gewiesen, die sie heute geht. Tesla hat in seinem ganzen Leben, in seinen Versuchen, durch die er seine Entdeckungen festlegte, die richtige Synthese zwischen Theorie und Praxis geschaffen, die ihm seine großen Erfolge ermöglicht hat.
So soll auch dieser Kongreß unter dem Namen dieses großen, genialen Mannes Nikola Tesla die praktischen Wissenschaftler zu internationalem Gedankenaustausch auf dem Gebiete der Wechselstrom- und Drehstromtechnik vereinen, gemäß dem FARADAVschen Grundsatz: «Ich habe mehr Vertrauen zu einem Manne, der geistig und körperlich an einer Sache arbeitet, als zu sechs anderen, die nur darüber reden. Nichts ist so gut wie ein Experiment, welches Irrtümer beseitigt und unbedingt Fortschritte herbeiführt. Laßt der Phantasie freien Lauf, aber haltet sie fest im Experiment und leitet Eure Phantasie durch das Experiment!»
In diesem Sinne sollen die Tesla-Kongresse die praktischen Wissenschaftler auch künftighin zur gemeinsamen Arbeit vereinen.“
Hierauf eröffnete in Vertretung des Herrn Bundesministers für Handel und Wiederaufbau DDDr. Udo Illig Herr Sektionschef Dipl.-Ing. Rudolf Schober den Kongreß mit folgender Ansprache:
„Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir hier das Standbild Nikola Teslas enthüllt, eine Büste in Erz, die der große jugoslawische Künstler und Bildhauer Ivan Mestrovic von seinem genialen Landsmann und Erfinder ge-