Aufsatz 
Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek
Entstehung
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102 Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek

üblichen Weise sich als unmöglich erwies, wurde auch hier eine neue Lösung angestrebt und gefunden. Die Turbine ist durch einen Zylinderrechen, der um die Maschine herum gebaut ist, geschützt. Der Rechen läßt sich drehen und die Rechenstäbe sind nicht vertikal, sondern horizontal angeordnet. Bei der Reini­gung dreht sich der Rechen langsam und das Geschwemmsel wird durch einen Abstreifer abgestreift. Der Abstreifer führt das Geschwemmsel zu einem Kanal, der während der Reinigung geöffnet ist und die Verunreinigungen sofort in das Unterwasser oder in einen Siebkorb zur Gewinnung des Geschwemmsels leitet. Der Verbrauch an Spülwasser ist energiemäßig betrachtet im Vergleich zu einer Rechenreinigungsmaschine kleiner, abgesehen davon, daß die Reinigungszeit eine viel kürzere ist und dadurch auch kleinere Verluste, die sog. Rechenverluste bei verlegtem Rechen in Frage kommen. Berücksichtigt man weiter, daß der Groß­teil des Geschwemmsels entweder an der Oberfläche oder nahe der Oberfläche schwimmt und dieses Geschwemmsel bei überfall über die Wehrschütze automatisch abgeführt wird oder bei entsprechend angesammelter Menge von Zeit zu Zeit durch Absenken der Schützen entfernt werden kann, ergibt sich, daß der tiefliegende Korbrechen weit weniger belastet ist als der übliche, bis an die Wasseroberfläche geführte Rechen. Die Oberfläche des Korbrechens ist dabei nicht geringer als die des gebräuchlichen, da zufolge Kreisform eine sehr große Rechenlänge zur Verfügung steht. (Patentnummer: 169.652 und 174.581.)

Der Turbinen-Generatorsatz mit lotrechter Welle: Er zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau und geringste Bauhöhe aus. Dies wirkt sich durch Materialersparnis sowohl auf der maschinellen als auch auf der baulichen Seite aus. Der Stator des Generators wird direkt auf den Turbinendeckel gesetzt, während der Rotor auf die in zwei Lagern gelagerte Turbinenwelle aufgezogen wird. Die Nabe des Rotors bildet gleichzeitig die Spurlagerabstützung. Aus­führungen dieser Art sind bereits in Montage und die erwähnten Ersparnisse haben sich an Hand der praktischen Ausführung tatsächlich nachweisen lassen.

Der mechanische Servomotor: Er findet bei der kleinen und mittleren Kaplanturbine Verwendung. Mittels eines Reibradgetriebes, wofür aus dem Friktionspressenbau bei Storek reichhaltige Erfahrungen Vorlagen, wurde durch geeignete Übertragung mit billigen Mitteln eine Vervielfältigung der Verstell­kräfte für das Laufrad von 1 :20 erreicht, so daß mit relativ sehr geringen Steuerkräften das Auslangen gefunden werden konnte. Laut Abb. 11 ist der Auf­bau dieses Servomotors ersichtlich: Die Reibflächen stehen fest und sind nur axial im Sinne der Regulierbewegung verstellbar. Die Berührung mit den Reib­rädern dauert nur so lange an, bis diese sich soweit verstellt haben, als es der Regulierbewegung entspricht und mithin der Reibungskontakt zwischen Reibrad und Reibscheibe aufgehoben wird. Da die Reibräder über ein geeignetes Schwung­moment verfügen, veranlassen sie eine gewisse überregulierung, wodurch die er­wünschte Abhebung der Reibräder von den Reibscheiben erfolgt. Die dargestellte Konstruktion ist ein Sonderfall einer Ausführung, die auch in anderer, noch ein­facherer Weise möglich ist.

Anmerkung: Die bei den Zeichnungen der Bilder 8, 9, 10 und 11 angegebenen Zahlenhinweise entsprechen jenen in den Patentschriften.