Aufsatz 
Zur Geschichte des hydrometrischen Meßwesens / von Otto Lanser
Entstehung
Seite
31
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Zur Geschichte des hydrometrischen Meßwesens

aus dem Gewicht, (las man in die Waagschale legen muß, um dem Wasserdruck entgegenzuwirken und den Waagebalken wiederwaagrecht einspielen zu lassen, kann auf die Größe des Wasserdruckes und damit der Wassergeschwindigkeit geschlossen werden. Man nahm an, der Druck des bewegten Wassers entspreche dem Gewichte eines Wasserkörpers von der Grundfläche der Tafel und der Ge­

schwindigkeitshöhe . v% . Wäre demnach die Länge des waagrechten Ilebel- 2 ?

armes, an dem die aufgelegten Gewichte P angreifen = a, ferner der senkrechte

iigjfg

Bild 3. Stromwaage nach Jacob Leupold,Theatrum machinarum. . .

Abstand des Mittelpunktes der Tafel, in welchem der Wasserdruck W angreifend gedacht wird = b und die Fläche der rechteckigen Tafel = F, so würde gelten:

hieraus ergibt sich mit y = 1000

2-flr-P

P a

0,0196

1000 F

worin v in m/sek, a und b in m, F in m 2 und P in kg auszudrücken sind.

Nimmt man beispielsweise beide Hebelarme gleich lang, ihr Verhältnis so­mit = 1, und die Abmessungen der Tafel etwa 0,5 X 0,2 m = 0,1 m 2 und würde man ein Gewicht von 20 kg in die Waagschale geben müssen, um das Gleich­gewicht herzustellen, dann ergäbe sich die Wassergeschwindigkeit wie folgt:

0,0196

2,0 m/s.