Aufsatz 
Zur Geschichte des hydrometrischen Meßwesens / von Otto Lanser
Entstehung
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Zur Geschichte des hydrometrischen Meßwesens

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multipliziert mit dem Cosinus jenes Winkels setzen, den die Tafel jeweils mit der Normalen zur Strömungsrichtung einnimmt.

Das von den alten Hydraulikern, besonders von den Italienern am meisten ver­wendete, freilich auch ungenaueste Gerät zur Geschwindigkeitsmessung aber war­der sogenannte Stromquadrant: eine ins Wasser untertauchende Kugel, auf­gehängt an einer möglichst dünnen gewachsten Schnur, die an einem Eckpunkte eines vertikal gehaltenen, hölzernen Kähmens befestigt ist. Aus dem Abweichungs-

Bild 4. Ältere hydraulische Meßgeräte: Stab des Cabeo, PlTOTsche Röhre, Strompendel bzw. Stromquadrant.

Winkel des Fadens, der an einer Teilung ablesbar ist, wird auf die Strömungs­geschwindigkeit geschlossen (Bild 4, Fig. 18, 19).

Setzt man das Gewicht der Kugel unter Wasser = q, dann ergibt sich die Kraft, welche die Kugel forttreibt, zu W = q . tg a\ diese Kraft kann angenähert dem Quadrate der Wassergeschwindigkeit proportional gesetzt werden, so daß gilt:

v 2 :v' 2 = q- tga:q tg od

oder

Ist daher bei einer bestimmten Kugel der Zusammenhang von a und v für eine oder mehrere Werte der Wassergeschwindigkeit durch Eichung bekannt (z. B. mittels Schwimmermessung), so läßt sich mittels vorstehender Proportion die zu jedem anderen Neigungswinkel gehörige Wassergeschwindigkeit finden. Die Ab­leitung ist auch rein theoretisch möglich, wenngleich erheblich verwickelter, als man es sich damals dachte.

Fnter den verschiedenen weiteren Geräten, die noch ersonnen wurden, verdient derTachometer des Deutsch-Holländers Brüning Erwähnung, hauptsächlich