Aufsatz 
Zur Geschichte des hydrometrischen Meßwesens / von Otto Lanser
Entstehung
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Otto Lanser

der königl. Akademie nach Berlin gerufen, geht 1766 zum zweiten Mal nach St. Petersburg. Eines der bedeutensten mathematischen Genies aller Zeiten, Schöpfer der modernen Hydrodynamik.

(10) Leonardo Ximenes, geb. 1716 zu Trapani (Sizilien) als Kind spanischer Eltern, gest. 1786 zu Florenz.

Jesuit, bekleidet seit 1761 in Florenz das Amt eines Geographen und Mathematikus des Großherzogs von Toskana und Prof, an der Univ. Florenz, auch nach der Auf­hebung des Ordens (1773). Sehr vertraut mit der Hydraulik, befaßte er sich auch mit praktischen wasserbaulichen Fragen, insbesondere den Überschwemmungen des Po und des Reno. Schrieb: Xuove sperimenze idrauliche etc. Siena 1780.

(11) Louis Gabriel du Buat, geb. 1732, gest. 1787 zu Nan<?ay (Berry).

Schrieb: ,,Principes dHydraulique, Paris 1786.Traite sur les rivieres, Paris 1780.

(12) J. B. Venturi, geb. 1746 zu Bibano bei Reggio (Lombardei), gest. 1822 zu Reggio.

Professor in Modena und Pavia, lebte längere Zeit in Paris. Schrieb:Recherches experimentales sur le principe de la communication laterale du mouvement dans les fluids, Paris An VI (1797).

(13) Franz Josef R. von Gerstner, geb. 1756 zu Komotau, gest. 1832 bei Gitschin.

Professor der Mechanik und Hydraulik am Polytechnischen Institut in Prag, Wasserbaudirektor von Böhmen, bekannt als Initiator der ersten festländischen Eisenbahn (Pferdebahn) BudweisLinzGmunden. Schrieb u.a.:Bemerkungen über das hydrometrische Pendel, Prag 1819.

(14) Reinhard Woltmann, geb. 1757 zu Axstedt bei Hannover, gest. 1837 in Hamburg.

Erfolgreicher Wasserbaumeister, Direktor der Wasserbauten zu Hamburg. Veröffentlichte eine Reihe fachlicher Schriften, darunter insbesondere:Theorie und Gebrauch des hydrometrischen Flügels, Hamburg 1790.

(15) Andreas Josef Harlacher, geb. 1842 zu Schöffleinsdorf (Kanton Zürich), gest. 1890 in Lugano.

Mitarbeiter Culmanns und Privatdozent am Polytechnikum in Zürich, 1869 als Professor an das Polytechnische Institut, die spätere Deutsche Technische Hoch­schule nach Prag berufen, entfaltet umfangreiche Tätigkeit auf dem Gebiete der Hydrographie. Schrieb u.a.:Die Messungen an der Elbe und Donau und die hydrometrischen Apparate und Methoden des Verfassers, Leipzig 1881.Die hydrometrischen Arbeiten in der Elbe bei Tetschen, Prag 1883.

Weiteres, insbesondere neueres Schrifttum.

C. G. Schober, Erfahrungen und Theorie von der Wirkung der Windmühlen und der Wendung ihrer Flügel, Hamburgisches Magazin, 9. Bd., 2tes Stück, Hamburg 1752.

I. A. Eytelwein : Handbuch der Mechanik fester Körper und der Hydraulik, Berlin 1801.

K. R. Bornemann : Hydrometrie oder praktische Anleitung zum Wassermessen, Frei­berg 1849.

L. S. Treviranus : Über Verbesserungen im Gebrauche und in der Konstruktion des hydrometrischen Flügels, Allgemeine Bauzeitung 1861.

H. Grebenauer: Die Internationale Rheinstrommessung bei Basel, München 1873.

I. Amsler-Laffon : Der hydrometrische Flügel mit Zählwerk und elektrischer Zeichen­

gebung, Schaffhausen 1877.

M. Rüiilmann: Hydromechanik oder: Die Technische Mechanik flüssiger Körper, Hannover 1879.

A. Heller: Geschichte der Physik, Stuttgart 1884.