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Otto Lanser
Um die Menge in Kubikmetern zu erhalten, ist vorstehendes Ergebnis noch durch das Raumgewicht des Geschiebes zu dividieren, das sich für die Donau i. M. zu 1750 kg/m 3 ergibt. Die jährliche Geschiebefracht betrug also 786500 m 3 . Unter Raumgewicht ist das Trockengewicht nach Abzug der Hohlräume zu verstehen, doch sind angesichts der gegenüber dem Schlamm so viel größeren Geschiebekörner und der im Verhältnis zum Volumen viel geringeren Oberfläche die Unterschiede zwischen Naß- und Trockengewicht und auch die Unterschiede zwischen verschieden dichter Lagerung nicht ins Gewicht fallend.
Direkte Geschiebemessungen mittels Auffangkorbes, die bei verschiedenen Pegelständen später vorgenommen wurden und die Aufstellung einer Beziehung zwischen Pegelstand bzw. Wassermenge und Geschiebetrieb gestatteten, ermöglichen einen Vergleich mit der Rechnung nach Schoklitsch:
Mittleres Jahr
Trockenes Jahr 1921
Nasses Jahr 1910
Gerechnete Geschiebefracht.
525 500
324500
786 500 m 3
Auf Grund direkter Messungen ermittelte Geschiebefracht.
630000
343000
944000 „
Differenz in % der gemessenen Werte.
16
5
17
Wenn man berücksichtigt, daß die „gemessenen“ Werte nicht auf Grund wirklicher täglicher Messungen gewonnen wurden, sondern aus einer Bezugskurve, die bloß durch vier Meßpunkte (bei den Pegelständen 68, + 7, — 66 und — 97) festgelegt ist und daß aus dieser Relation die Geschiebefracht nicht auf Grund der einzelnen Tageswasserstände, sondern nur auf Grund der Monatsmittel gewannen wmrden, dann muß man die Übereinstimmung als hinreichend bezeichnen.
Schoklitsch standen zur Aufstellung seiner Formeln nur beschränkte Möglichkeiten für eigene Versuche zur Verfügung, hauptsächlich stützte er sich auf jene des Amerikaners G. K. Gilbert. Auch für die Nachprüfung in der Natur mußte er sich mit den noch w r enig zahlreichen Messungen begnügen, die Ehrenberger 1931 an der Donau bei Wien vorgenommen hatte, die zw'ar zu den ersten direkten Geschiebemessungen gehörten und für alle weiteren richtunggebend wurden, die aber eben deshalb mit manchen, damals noch nicht völlig bekannten methodischen Fehlern behaftet w r aren.
In beiden Hinsichten konnte die Versuchsanstalt für Wasserbau an der Eidg. Techn. Hochschule in Zürich unter wesentlich günstigeren Voraussetzungen arbeiten; sie verfügte über ausgedehnte versuchstechnische Möglichkeiten und konnte ihre Untersuchungen in enger Zusammenarbeit mit der flußbaulichen Praxis, nämlich mit der damaligen österreichischen Rheinbauleitung unter F. Nesper vornehmen.
Auf Grund solcher eingehender Versuche, die mit dem ganzen Rüstzeug versuchstechnischer Erfahrung und naturwissenschaftlicher Forschungsmethodik vorgenommen wurden, gelangten die Schweizer zu einer neuen Formel, die durch ausgezeichnete Übereinstimmung mit den Ergebnissen direkter Geschiebemessungen am Rhein und an der Hasliaare ausgezeichnet ist; sie lautet:
q 2 U . J
= 17 + 0,4
g 2 l.
b-
9 I* d
d
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