Franz Wallack : Die Großglockner-Hochalpenstraße.
9
Mit dem Jahr 1800 begann dann die erste Epoche des Alpenstraßenbaues, die durchgehende Chaussierung der Straßen in allen Ländern, die an den Alpen Anteil haben. Dieser Zeitabschnitt endete mit dem Jahr 1854, in dem die erste Alpenbahn dem Betrieb übergeben wurde.
Ü r TS C H LA
Bad Rtictvnhall ^ ^
D E
s' —stfnpaß
Lvfer
Kufstein
'St. Johann i T. Kftzbiihel
\ Bischofshofen
Saoitefdcn
St Johann f. P
tfitttrsitt &
tVörgl
| Bruck
ß F
c r'fetten
fusctertörl JL 4
_ ) (\ Edelweiß Sp w D . .
GofnsgnrBe^ m y y Badgastem
Franz Joseffwhpf^w^X Nochtor o ßorksfetn
6roHglocknen. M>t ' l ' 5tntlut
J 730 m 1 q Mattnitz
_JObiach' Boran Jnnsbrvcit
/
£ Winklern
Lienz
Spittal
TA L
Cbecdrouburgx.
Vt Ooitberg °oß y Mauthcn V Flocken Paß
E N —x.
1
Ye nr-aiQ
Bild. 2. Lageplan der durch die Großglockner-Hochalpenstraße geschaffenen Nord-Siid-
Koute quer durch Österreich.
Der zweite Abschnitt, vom Eisenbahnbau stark beeinflußt und konkurrenziert, reichte bis zum Jahr 1900. Die Alpenstraßen mußten nahezu den gesamten Güterverkehr an die Alpenbahnen abgeben und drohten zu veröden. Niemand ahnte damals, welche Umwälzung die im Jahre 1866 gemachte Erfindung des Benzinkraftwagens im Verkehrswesen hervorrufen würde; sie leitete den dritten Abschnitt im Alpenstraßenbau um 1900 ein, in dem sich der Kraftwagen Schritt für Schritt die Alpenstraßen eroberte und zum schärfsten Konkurrenten der Eisenbahnen wurde.