Aufsatz 
Die Großglockner-Hochalpenstraße / von Franz Wallack
Entstehung
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Franz Wallack.

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Iiild 3. Längenschnitt der Nord-Süd-Koute der Großgloekner-Hochalpenstrnße.

An der Entwicklungsge­schichte der Alpenstraßen und Alpenbahnen hatte Österreich einen führenden Anteil. Im ersten Abschnitt des Alpen­straßenbaues erbaute der öster­reichische Ingenieur Carlo Donegani in den Jahren 1820 bis 1825 die Stilfserjoch- straße, die mit ihrer Scheitel­höhe von 2758 m bis zum Jahre 1937, in dem die Straße über den 2769 m hohen Col de lIseran fertiggestellt wurde, die höchste Alpenstraße war. Im zweiten Abschnitt war der öster­reichische Ingenieur Carl von Ghega, der in den Jahren 1848 bis 1854 der Schöpfer der ersten Alpenbahn, der Semmering­bahn, wurde, der Wegbereiter der Eisenbahnen in den Alpen. Ihm verdankte der Alpenstraßen­bau die Nutzbarmachung aller Erfahrungen, die beim Bau der Alpenbahnen gewannen wurden.

Im dritten Abschnitt des Alpenstraßenbaues wurden bis zum Jahre 1930 der Haupt­sache nach nur strategisch wich­tige Alpenstraßen in Öster­reich z. B. die Dolomitenstraßen gebaut und andere, bereits bestehende Alpenstraßen not­dürftig den durch den Kraft­wagen gesteigerten Ansprüchen angepaßt. Um diese Zeit führten vom Col di Tenda (nördlich von S. Remo) bis zum Semmering- paß 25 Straßenzüge über den Alpenhäuptkamm, während 10 Eisenbahnlinien ihn überschrit­ten bzw. durchstießen. Unter den Straßen über den Alpen­hauptkamm erreichte jene über