Aufsatz 
Die Großglockner-Hochalpenstraße / von Franz Wallack
Entstehung
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Die Großglockner-Hochalpenstraße.

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So kam es im August 1930 zum Baubeginn der beiden Straßenrampen im Norden von Fusch bis ins Hochmais, im Süden von Heiligenblut auf die Franz- Josefs-Höhe. Für die Verbindung der beiden Straßenrampen über den Alpen­hauptkamm hinweg standen mehrere Varianten zur Debatte, über deren Ausbau­würdigkeit eingehende Studien gepflogen wurden. Nach Überprüfung aller vor­geschlagenen Wahllinien durch in- und ausländische Sachverständige fiel die Ent­scheidung zugunsten der ursprünglichen Hochtor-Linie, nämlich für die offene Linienführung Fuschertörl-Mittertörl-Hochtor mit nur zwei kurzen Scheitel­tunnels von zusammen 428 m Länge.

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Bild G. Ausblick vom Parkplatz Franz Josefs-Höhe, 2362 m ü. d. M., auf das

Großglocknermassiv.

Nach Sicherstellung* der Finanzierung durch den Bund wurde der Bau der Scheitelstrecke im August 1933 in Angriff genommen und im August 1935 beendet. Die Gesamtbauzeit währte also von 1930 bis 1935; dies bedeutet aber nicht, daß fünf Jahre lang gebaut wurde, denn an den hochgelegenen Baustellen konnte all­jährlich nur durch fünf Monate gearbeitet werden. So wurde diese gigantische Bauarbeit in insgesamt 25 Monaten bewältigt.

Von Bruck im Salzachtal bis Heiligenblut im Mölltal entstanden 47,8 km Hauptverkehrsstraße zwischen Nord und Süd mit den beiden Scheitelpunkten am Fuschertörl in 2428 m Höhe und am Hochtor (im Tunnel) in 2506 m Höhe. Von dieser Durchzugsstraße abzweigend, wurden zwei Aussichtsstraßen angelegt: Auf Salzburger Boden die 1,6 km lange Edelweißstraße vom Fuschertörl auf die Edelweißspitze (2571m ü. d. M.) und auf Kärntner Boden die Gletscherstraße vom Guttal (1859 m ü. d. M.) auf die Franz Josefs-Höhe (2369 m ü. d. M.) mit einer Länge von 8,7 km, die ihre Fortsetzung als drei Meter breiter und 2,6 km langer Promenadeweg bis zum Wasserfallwinkel-Gletscher (2548 m ü. d. M.) erhalten hat.

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