Aufsatz 
Präzisions-Zeitmessung in der Vor-Huygensschen Periode / Hans von Bertele
Entstehung
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Hans v. Bertele.

folge der gedrungenen Bauweise möglich machen würde. Das Charakteristische daran ist, daß die zwei Wagen C1 und G 2 immer in entgegengesetzter Richtung sich bewegen und von einem gemeinsamen Steigrad e gesteuert werden, welches

^CL/wdi.

Bild 8 a. Aufgerolltes Wirkschema des Mechanismus von Burgis Bergkristalluhr. yi Haupttriebrad; g 1 Saite zum Aufziehen der Momenten-Ausgleichsfeder; g 2 Saite zum Nachziehen der Momenten-Ausgleichsfeder; rb Remontoir- (Ausgleichs-) Feder­gehäuse; G 1, C 2 Wag-Räder; a 1, a 2 Wagspindeln; e Steigrad; LI und L 2 Hebel für die Kupplung der Wagspindeln; sh Kupplungsachse; WH Gegengewicht (Kopf eines Kriegers); TR Trieb zu den drei Zeigern und dem Himmelsglobus (der Stunden­zeiger und die zugehörigen Räder sind weggelassen); 1 Doppelhebel mit Zahnsegment, über Stiftenrad von Viertelstundenschlagwerk betätigt; PW Stiftenrad in Verbindung

mit Viertelstundenschlagwerk.

Bild 8b. Vergrößerte Ansicht des Steigrades und der Lappenanordnung.

abwechselnd in die auf den beiden Spindeln befestigten Paletten eingreift. Die beiden Wagen sind miteinander durch ein Hebelsystem verbunden. An einer Wag ist außerdem eine Haarfeder h befestigt, von der man aber absehen muß, da die­selbe eine spätere Zutat ist, wie weiter unten nachgewiesen wird.

Die Übersetzung zu den Zeigern ist derart eingerichtet, daß eine vollständige Arbeitsperiode der beiden Wagen genau einer Sekunde entspricht. Das Steigrad