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Hans v. Bertele.
gleichswerten, wie sie mit Uhren aus der Zeit bald nach Einführung des Pendels erhalten wurden.
Burgis neues Gangsystem hat, wie man aus Tabelle 3 ersieht, die Ungenauigkeit auf 3% des vorher möglichen reduziert. Das ist ein Fortschritt erster Ordnung, der entwicklungsgeschichtlich der Einführung des Pendels oder der Entwicklung des Chronometerganges nahekommt.
Tabelle 3. Charakteristische Genauigkeitswerte der verschiedenen
Zeitmessungstypen.
Type der Zeitmessung
Ungefähre
Zeit
Tägliche Abweichung
Bezug
1. Einfache Rad-Wag
oder F oliot mit
Spindelgang
um 1500
zu, ab dz 1 Stunde (angenommen)
persönliche
Beobachtungen
2. Rad-Wag oder Foliot mit Spindelgang und Borsten-Amplituden- Begrenzung
um 1550 bis 1660
ungefähr ±15 Minuten (angenommen)
persönliche
Beobachtungen
3. Kreuzschlag von Jost Burgi
1586
±30 Sekunden (angenommen)
Brief von Wilhelm IV. an Tycho Brahe (4)
4. Kurzes Pendel mit Spindelgang nach Huygens
von 1657
± 20 Sekunden, aber unregelmäßig, in langen Intervallen
persönliche
Beobachtung
5. Langes (Royal)-Pendel mit Ankergangart nach W. Clement
von 1694
±10 Sekunden
persönliche
Beobachtung
6. Langes-Pendel mit ruhender Hemmung
um 1710
beständig, nicht mehr als ungefähr 3 Sekunden innerhalb eines Monats
persönliche
Beobachtung
Wirkungsweise des Kreuzschlages.
Funktionell steht der Kreuzschlag den aperiodischen Foliots und Wagen mit Amplitudenbegrenzung durch Borstenanschläge nahe. Seine Wirkungsweise kann am besten an Hand von Bild 14 verstanden werden; dieses veranschaulicht das Spiel der Kreuzschlaghebel l und m mit den an ihren Enden fixierten Massen A und B. 0 und 0 * bedeuten die mittleren Stellungen, in denen die beiden Kreuzschlaghebel richtungmäßig übereinstimmen, während 1 und 1 * gleichzeitige Bewegungszwischenpositionen der beiden Hebel in Richtung der Pfeile darstellen. Nachdem diese durch die beiden kleinen Zahnräder t' und t" miteinander verbunden sind, besitzt ein Hebel für sich bei Vernachlässigung des Totganges in der Kupplung als dynamisches Äquivalent das doppelte Trägheitsmoment. Auf diese Weise können wir die mechanischen Überlegungen auf einen Hebel reduzieren. In der Stellung 1 steht der Lappen von 1 im Eingriff mit dem Steigrad e, während der von m frei ist. In 2 erfolgt die Freigabe des Lappens 1 und der Hebel schwingt frei bis Position 3. Hier kommt der Zusammenstoß des mit m verbundenen Lappens mit dem folgenden Steigradzahn zur Wirkung und